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    Vulkan Ebeko auf der Nordkurilen-Insel Paramuschir wieder aktiv

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    JUSCHNO-SACHALINSK, 27. Juni (RIA Nowosti). Auf der Nordkurilen-Insel Paramuschir ist der Vulkan Ebeko nach einer relativ kurzen Ruhe wieder aktiv geworden.

    Wie bei der Zivilschutzbehörde des Gebietes Sachalin gegenüber RIA Nowosti verlautete, wurden am frühen Montagmorgen Dampf- und Gasausbrüche registriert.

    Für die Einwohner der sieben Kilometer vom Vulkan gelegenen Stadt Sewero-Kurilsk besteht noch keine Gefahr. Die in eine Höhe von bis zu 200 Meter aufsteigenden Dampf- und Gaswolken ziehen in entgegensetzte Richtung - nach Südwesten. Im Unterschied zu der Aktivität des Vulkans in diesem Frühjahr ist jetzt kein Geruch von Schwefelwasserstoff mehr zu spüren.

    Der Ebeko wird von der Kurilen-Expeditionsgruppe des Kamtschatka-Instituts für Vulkanologie und Seismologie ständig beobachtet.

    Nach Meinung der Wissenschaftler ist der Ebeko „der gefährlichste Vulkan für die Ortschaften der Kurilen". Seine gegenwärtige Aktivität sei mit der in den Jahren 1998 und 1999 vergleichbar. Auf der Insel ist ferner eine zunehmende Aktivität des Vulkans Tschikuratschki registriert worden. Seine Beobachtung wird dadurch erschwert, dass dieser Vulkan 70 Kilometer von Sewero-Kurilsk entfernt liegt. Im Unterschied zum Ebeko stellt der Tschikuratschki für die Stadt keine Gefahr dar.

    Zu den besonders gefährlichen Vulkanen der Kurilen gehören Mendelejew, Golownin, Tjata, Grosny, Baranski, Tschirip, Tschikuratschki und Ebeko. Nach Angaben der Vulkanologen sind auf den Kurilen insgesamt 36 Vulkane tätig.

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