05:30 23 Januar 2017
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    Packeisanhäufung an der Ostküste Kamtschatkas

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    PETROPAWLOWSK-KAMTSCHATSKI, 27. Juni (RIA Nowosti). An der Ostküste der Halbinsel Kamtschatka im Nordosten Russlands sind anomale Erscheinungen der Eismassen zu beobachten.

    Wie RIA Nowosti beim regionalen Wetter- und Umweltdienst erfuhr, sind an der Küste von Kamtschatka im Osten des Verwaltungsbezirks driftende Eismassen entdeckt worden.

    Die Ozeanologen teilten mit, dass das Eis, welches sich in der Winterperiode in der Karaginski-Bucht der Beringsee anhäuft, gewöhnlich jedes Jahr Ende Juni in südliche Richtung abdriftet. Von dort werden die Eismassen dann normalerweise in den Stillen Ozean abgetrieben und schmelzen dort.

    Was jedoch in diesem Jahr zu beobachten ist, ist nach Meinung der Fachleute ein seltenes Schauspiel: Das driftende Eis wird von südöstlichen Winden zur Küste von Ust-Kamtschatsk getrieben.

    Die Eisschollen beschädigen die Fangnetze der Fischereien, die in der Bucht auf Lachsfang gehen. Angesicht dessen mussten die Fischer ihre Arbeiten umgehend einstellen.

    Nach Angaben der Ozeanologen befinden sich die Eismassen gegenwärtig in der Mitte der Bucht. Wie sich die Situation weiter entwickelt und wie dick die Eismassen sind, lässt sich wegen der ungünstigen Wetterbedingungen nicht sagen, die auch den Empfang von Satellitenaufnahmen verhindern.