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    Bis zum Jahr 2010 könnten die Privatinvestitionen in die Wissenschaften einen Anteil von 50 Prozent erreichen

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    MOSKAU, 29. Juni (RIA Nowosti). Der russische Minister für Bildung und Wissenschaften, Andrej Fursenko, geht davon aus, dass der Anteil der Privatinvestitionen in die Wissenschaften zum Jahre 2010 bis auf 50 Prozent ansteigen kann.

    „Zum Jahre 2010 muss das Verhältnis (von staatlichen und privaten Investitionen) 50:50 betragen", sagte Fursenko am Donnerstag in einer Regierungssitzung bei der Erörterung des Programms zur Modernisierung des staatlichen Sektors in der Wissenschaft.

    Der Minister stellte fest, dass die Wissenschaften gegenwärtig in den meisten Ländern zu zwei Dritteln von der Privatwirtschaft finanziert werden. Nur ein Drittel der Mittel kommt aus der öffentlichen Hand.

    In Russland ist eine umgekehrte Proportion zu verzeichnen, stellte Andrej Fursenko fest. Hauptauftraggeber der Wissenschaften ist der Staat, so dass die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu zwei Dritteln aus dem Staatshaushalt finanziert werden, während nur ein Drittel der Gelder vor allem von den natürlichen Monopolisten aufgebracht wird, erläuterte Andrej Fursenko.

    Der Minister geht davon aus, dass der Anteil der Privatmittel an den Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in den nächsten drei Jahren ansteigen wird, wenngleich die staatliche Finanzierung bis zum Jahre 2008 auch weiterhin überwiegt. Andrej Fursenko unterstrich die Notwendigkeit einer effektiveren Verwendung der Mittel bei den Wissenschaften.