03:22 23 Januar 2017
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    Minister: Grundlagenforschung soll vom Staat und angewandte Forschung von Privatkapital finanziert werden

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    MOSKAU, 30. Juni (RIA Nowosti). Die Grundlagenforschung soll vom Staat und die angewandte Forschung von Privatkapital finanziert werden. Diese Ansicht vertrat Russlands Bildungs- und Forschungsminister Andrej Furssenko am Donnerstag in einer Kabinettssitzung in Moskau.

    „Ein Teil der Institute und Wissenschaftler wendet Kenntnisse in angewandten Bereichen an. Wir sind der Ansicht, dass sie (die Institute) in der Lage sind, die Löhne und Gehälter für ihre Mitarbeiter aufgrund von Verträgen mit der Industrie zu erhöhen. Geldmittel aus dem Haushalt sollte jedoch den Wissenschaftlern zur Verfügung gestellt werden, die Grundlagenforschung betreiben."

    Furssenko sprach sich für eine Gehaltserhöhung für Wissenschaftler auf bis zu 30 000 Rubel (1050 Dollar) und für junge Fachleute auf 15 000 bis 20 000 Rubel aus.

    Auf die Möglichkeit der Gewährung nicht rückzahlbarer Leistungen für die Grundlagenforschung eingehend, sagte der Minister, in Russland gebe es Fonds, über die auf Wettbewerbsgrundlage sechs Prozent der Mittel verteilt werden, die für die Finanzierung der zivilen Forschungsarbeiten bewilligt werden.

    Furssenko gab zu, dass diese nicht rückzahlbaren Leistungen nicht sonderlich hoch seien. Die meisten Leistungen gingen an die angewandte Forschung. Institute, die sich mit der Grundlagenforschung befassten, sollten an die Basisfinanzierung gebunden bleiben.

    2005 sollen 30 Milliarden Rubel (1 Milliarde Dollar) Haushaltsmittel für die Finanzierung der Grundlagenforschung zur Verfügung gestellt werden. Das ist um 24,5 Prozent mehr als im Vorjahr.