17:03 17 Oktober 2017
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    Bildungs- und Wissenschaftsminister für Privatisierung von Forschungszentren

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    MOSKAU, 6. Juli (RIA Nowosti). Der Minister für Bildungswesen und Wissenschaft der Russischen Föderation, Andrej Fursenko, tritt für die Umwandlung der staatlichen Forschungszentren in Aktiengesellschaften und ihre Privatisierung ein.

    "Heute sind 58 Institute verblieben. Ungefähr die Hälfte davon ist auf ihrem Gebiet tatsächlich führend. Aber etwa ein Drittel sind Institute, die hauptsächlich von Mieteinnahmen leben und sich wissenschaftlich nebenbei betätigen", sagte der Minister während der "Stunde der Regierung" im Föderationsrat in seinem Bericht über die Reformierung des staatlichen Sektors der Wissenschaft.

    Seiner Meinung nach müsse die Form der staatlichen Forschungszentren überprüft werden und die Kriterien zur Einrichtung solcher Zentren müssten geändert werden.

    Fursenko sagte, er habe zu dieser Frage eine gemeinsame Position mit der Vereinigung der staatlichen Forschungszentren.

    Auf das Vermögen dieser Zentren eingehend, teilte der Minister mit, dass sie heute hauptsächlich staatliche Unitarunternehmen darstellen. "Sie müssen in Aktiengesellschaften mit 100-prozentigem Staatseigentum und einem Vermögen umgestaltet werden, das dem Staat gehört", sagte Fursenko.

    Ein Teil dieser Zentren befasst sich nicht mit angewandten, sondern mit Grundlagenforschungen. Deshalb müssen sie zu staatlichen oder autonomen Einrichtungen umgestaltet werden, meint der Minister.

    Fursenko sprach sich für die Bildung eines Sonderfonds zur Finanzierung der Grundlagenforschung aus.

    "Die Einnahmen aus diesem Fonds, zum Beispiel durch die Abführungen von Einnahmen der Einrichtungen, die sich mit angewandten Forschungen beschäftigen, oder aus der Nutzung des Vermögens anderer Institutionen müssen durch einen gesellschaftlichen Aufsichtsrat kontrolliert werden", meint der Minister.

    Ihm zufolge müssten die Ausgaben nicht nur durch die Wissenschaftlergemeinschaften und Strukturen der Exekutive, sondern auch durch die Gesetzgeber kontrolliert werden.

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