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    Roskosmos-Chef meint: "Discovery"-Start nicht für lange verschoben

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    MOSKAU, 14. Juli (RIA Nowosti). Der Start der US-amerikanischen Raumähre "Discovery" ist nach Meinung des Chefs der Russischen Raumfahrtagentur (Roskosmos), Anatoli Perminow, nicht auf lange Zeit verschoben.

    "Ich bin überzeugt, dass der Shuttle trotz allem fliegen wird", sagte Perminow nach Abschluss einer Regierungssitzung vor Journalisten. Bei der Panne, wegen der der Start verschoben werden musste, "handelt es sich nicht um einen Defekt, bei dem man in Panik verfallen muss", sagte der Roskosmos-Chef.

    Wie der Public-Relations-Koordinator der NASA, Sergej Pusanow, am Vortag in der Flugleitzentrale bei Moskau informierte, wurde der Start der "Discovery" wegen Störungen in einem der vier Druck- und Treibstoffsensoren der äußeren Treibstoffbehälter des Schuttle verschoben.

    Wie der Chef des Pressedienstes der Flugleitzentrale, Valeri Lyndin, gegenüber RIA Nowosti sagte, bleibt das "Startfenster" für den Shuttle bis zum 30. Juli offen.

    Laut Anatoli Perminow kann der Start in den nächsten Tagen erfolgen oder wird auf den Herbst verlegt.

    "Dies wäre für uns schlecht, denn wir müssen bis zum Jahresende einen Plan aufstellen", betonte Perminow.

    Wie der Leiter der Agentur weiterhin mitteilte, habe NASA-Chef Michael Griffin ihm versichert, dass die USA bis zum Jahr 2010 nicht aus dem ISS-Programm auszusteigen beabsichtigen. "Wir allein könnten dieses Programm nicht im vollen Umfang bewältigen, wenn Amerika daraus aussteigen würde", sagte der Roskosmos-Chef.