01:46 17 Januar 2017
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    Panne in der zweiten Antriebsstufe verursachte Havarie des Raketenträgers Molnija-M

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    MOSKAU, 15. Juli (RIA Nowosti). Die wahrscheinlichste Ursache der Havarie, die der Raketenträger Molnija-M am 21. Juni erlitt, war eine Funktionsstörung einer der vier Brennkammern der zweiten Antriebsstufe.

    Diese Angaben machte die Pressestelle der Weltraumtruppen am Freitag.

    "Die gründliche Analyse der telemetrischen Daten, der ballistischen Informationen über den Flugverlauf des Raketenträgers und die komplexen Maßnahmen zum Nachvollziehen der vermuteten Versionen belegen, dass Funktionsstörungen in der Arbeit einer der vier Brennkammern der zweiten Antriebsstufe des Raketenträgers Molnija-M die wahrscheinlichste Unfallursache sind. Das führte zu einem vorzeitigen Verbrauch des Raketenbrennstoffs der zweiten Stufe und zu der Havarie", teilt die Pressestelle mit.

    Wie aus den Weltraumtruppen verlautete, untersuchte eine Staatskomission aus Experten der Weltraumtruppen, der Raumfahrtbehörde Roskosmos, der führenden Unternehmen des Raketenbaus, von Forschungsinstituten der Russischen Akademie der Wissenschaften und des russischen Verteidigungsministeriums die Havarieursachen und prüfte 18 eventuelle Varianten des Zwischenfalls mit dem Raketenträger Molnija-M.

    Der Start des kosmischen Fernmeldeapparates Molnija-3k mit dem Raketenträger Molnija-M vom Kosmodrom Plessezk im Süden des Gebietes Archangelsk in nordeuropäischen Teil Russlands erfolgte am 21. Juni 2005. Der Flug der Trägerrakete fand 298 Sekunden nach dem Start ein Ende. Nach vorläufigen Versionen, die die Führung der Weltraumstreitkräfte bekannt gab, "brach der Flug nach der havariebedingten Abschaltung des Triebwerkes der Trägerrakete streng nach der Logik des Steuerungssystems ab".