09:02 18 Januar 2017
Radio
    Wissen

    Zollkontrolle über radioaktive Materialien in Russland wird verbessert

    Wissen
    Zum Kurzlink
    0 2 0 0
    MOSKAU, 21. Juli (RIA Nowosti). Im Föderalen Zolldienst Russlands wurde am Donnerstag ein Zentrum für das Reagieren und die Zollkontrolle über Spalt- und radioaktive Materialien eröffnet.

    Das Zentrum entstand im Rahmen des russisch-amerikanischen Projektes für den Kampf gegen die Weiterverbreitung von Spalt- und radioaktiven Materialien. Es bildet eine der Ebenen des zu bildenden Informationssystems im Rahmen des Programms "Zweite Schutzlinie", das vom Föderalen Zolldienst Russlands und vom Ministerium für Energiewirtschaft der USA gemeinsam verwirklicht wird.

    Das USA-Ministerium hatte dem russischen Zolldienst 1998 angeboten, im Rahmen des Programms "Zweite Schutzlinie" zusammenzuarbeiten.

    Im Rahmen des Programms werden russische Betriebe auf der Basis von Verträgen mit Labors des USA-Energieministeriums Kfz-, Luftfahrt-, Eisenbahn- und Seeverkehrs-Kontrollpunkte mit modernen technischen Mitteln zur Zollkontrolle ausstatten.

    Etwa 50 Prozent der an den Kontrollstellen eingesetzten "Jantar"-Systeme, die in Russland entwickelt wurden, sind mit Unterstützung der USA-Regierung im Rahmen der "Zweiten Schutzlinie" installiert worden.

    Im Jahre 2004 seien vom Föderalen Zolldienst dank technischer Kontrollmittel mehr als 200 Fälle von gesetzwidriger Bewegung von Waren und Verkehrsmitteln mit erhöhter Ionenstrahlung ermittelt worden, sagte der Erste Stellvertreter des Leiters der russischen Zollbehörde Wladimir Schamachow.

    "In den vergangenen Jahren wurden bereits 90 Prozent der Kontrollstellen an der Grenze Russlands mit russischen ‚Jantar'-Systemen ausgestattet", fügte Schamachow hinzu.

    Nach Meinung des stellvertretenden Chefs des Hauptamtes für Informationstechnologien des Föderalen Zolldienstes Russlands, Nikolai Krawtschenko, "birgt der legale Transport von radioaktiven Spaltmaterialien die größte Gefahr in sich". Laut Krawtschenko ist es sehr wichtig, den Schmuggel radioaktiver Spaltstoffe "beim legalen Transport" zu verhindern.

    "Wir haben schon Erfahrungen damit gesammelt, dass beim legalen Transport statt der deklarierten ganz andere Materialien geführt werden", sagte Krawtschenko.

    Der Mitarbeiter des Föderalen Zolldienstes betonte, dass in Russland ein einheitliches internationales System zur Kontrolle über den legalen Transport radioaktiver Spaltstoffe tätig ist, das es gestattet, "die Identität der zu transportierenden Ware mit der in den Begleitdokumenten angegebenen zu prüfen, ohne den betreffenden Behälter zu öffnen".

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren