05:29 23 Januar 2017
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    "Discovery"-Besatzung installierte neues Gyroskop an ISS-Außenhaut

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    MOSKAU, 01. August (RIA Nowosti). Die Besatzung der US-Raumfähre "Discovery" hat am Montag ein defektes Gyroskop durch eine neue Anlage ersetzt. Bei ihrem zweiten Ausstieg in den freien Weltraum demontierten Stephen Robinson (USA) und Soichi Noguchi (Japan) das im Juni 2002 kaputt gegangene Gyroskop und brachten ein neues Gerät an, teilte ein Sprecher der US-Raumfahrtbehörde NASA am selben Tag in Moskau mit.

    "Die Astronauten holten die halbstündige Verspätung bei ihrem Ausstieg ein und arbeiten jetzt sogar schneller als geplant", sagte er.

    Das Gyroskop wird erst nach der Rückkehr der beiden Astronauten an Bord der ISS eingeschaltet und getestet. "Um eine normale Arbeit des Gyroskops festzustellen, braucht man einige Stunden, bis sein Schwungrad die erforderliche Drehgeschwindigkeit erreicht hat", sagte der NASA-Sprecher.

    Am vergangenen Samstag hatten Robinson und Noguchi ihren ersten Weltraumspaziergang erfolgreich absolviert. Sie testeten den Klebstoff für Reparaturen am Hitzeschild der Raumfähre und schalteten die Stromversorgung des zweiten Gyroskops um, worauf seine Arbeit wieder aufgenommen wurde. Somit hat die ISS jetzt drei intakte Gyroskope.

    Für die stabile Orientierung der Station im Orbit sind vier solcher Anlagen erforderlich. Experten rechnen damit, dass das von Robinson und Noguchi montierte Gyroskop ebenfalls intakt ist. In diesem Fall wird die ISS bei ihrer Orientierung überhaupt keine Probleme mehr haben.