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    Ausbau der ISS gemäß ursprünglicher Planung bis zum Jahre 2010 nicht möglich

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    MOSKAU, 10. August (RIA Nowosti). Bis zum Jahre 2010 wird es nicht gelingen, die Internationale Weltraumstation ISS in der ursprünglich geplanten Dimension auszubauen, teilte der Leiter der russischen Weltraumbehörde Roskosmos, Anatoli Perminow, vor Journalisten mit. „Es ist schon kein Geheimnis mehr, dass es bis zum Jahr 2010 nur noch möglich sein wird, die Station in einer eingeschränkten Variante auszubauen. Das ist auch keine Katastrophe. So kann Russland zum Beispiel von den drei anfänglich geplanten Modulen nur zwei real in Betrieb nehmen, und zwar das Laboratorium und das energetische Modul“, sagte Perminow.

    Er führte aus, dass die Inbetriebnahme dieser beiden Module zwangsläufig erforderlich ist, denn die Eigenversorgung der ISS mit Energie reicht für Russland nicht aus. So muss notwendigerweise auf Energiereserven der Amerikaner zurückgegriffen werden.

    Gleichzeitig stellte Anatoli Perminow fest, dass das Auslaufen der Flüge der amerikanischen Shuttles im Jahre 2010 nicht die Einstellung der Zusammenarbeit zwischen Roskosmos und der NASA bedeutet.

    „Wir arbeiten nach wie vor eng zusammen. Doch die Länder, die der europäischen Raumfahrtbehörde angehören, schalten sich aktiver in den Ausbau der ISS ein“, stellte er fest.

    Perminow äußerte ferner die Meinung, dass das neue bemannte russische Raumschiff Clipper niemals eine Alternative zu den amerikanischen Shuttles beim Ausbau der ISS sein könne.

    „Clipper kann die Shuttles nicht ersetzen, denn das sind unterschiedliche Schiffe. Man kann sie nicht miteinander vergleichen.“, sagte Perminow.

    Clipper kann weder in Bezug auf die Anzahl der zu befördernden Kosmonauten noch in Bezug auf die Frachtmengen eine Alternative zu den Shuttles sein. Wenn die Massenmedien vermuten, dass Russland mit dem Einsatz der Clipper auf die Dienste der Shuttles verzichtet, dann stimmt das nicht“, unterstrich er.

    Des Weiteren sagte Perminow, alle Interessenten könnten das Modell des neuen russischen Raumschiffes im Maßstab 1:1 in der Luft- und Raumfahrtausstellung MAKS, die in der kommenden Woche im Moskauer Vorort Schukowski eröffnet wird, besichtigen.

    „In der Luft- und Raumfahrtausstellung MAKS wird das Modell von Clipper in Originalgröße präsentiert. Es werden die Sessel, das automatische Annäherungssystem und das Andockungssystem zu sehen sein“, präzisierte Perminow.

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