23:37 23 April 2017
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    Petersburger Wissenschaftler unternehmen Selbstexperiment mit ihrem Vakzin gegen Vogelgrippe

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    MOSKAU‚ 11. August (RIA Nowosti). Die Massenproduktion eines Vakzins gegen Vogelgrippe wird voraussichtlich in diesem Herbst aufgenommen. Die Mitarbeiter des Petersburger Forschungsinstituts für Grippe der Russischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften bereiten sich darauf vor, das Vakzin, das sie in ihren Labors entwickelt haben, an sich zu testen. Das berichtet die Tageszeitung „Nowyje Iswestija“.

    Wie die Leiterin der Forschungs- und Organisationsabteilung des Grippe-Instituts, Jelena Doroschenko, der Zeitung sagte, hatte die Weltgesundheitsorganisation den Virusstamm H5N1 an Russland ebenso wie an viele andere Länder übergeben. In Russland befasst sich das Petersburger Institut damit.

    „Wir stellen alle Forschungen an uns selbst und unseren Kindern an“, berichtete Frau Doroschenko. „So hat Akademiemitglied Smorodinzew ein Vakzin gegen Poliomyelitis an seinen Enkelinnen getestet. Wir haben uns selbst lebende Grippevakzine injiziert.“

    Bei Vogelgrippe wird jedoch an dem sogenannten inaktivierten Vakzin gearbeitet. Selbst wenn das Experiment missglückt, wird es den Versuchspersonen nicht schaden. Bei dringendem Bedarf kann das Vakzin schon im November in Serie gehen. Jetzt wird mit einem Unternehmen in der Stadt Ufa darüber verhandelt, schreibt das Blatt.

    Nach Meinung der Spezialisten des Instituts wird der Vogelgrippeausbruch in zehn bis 15 Tagen abklingen, wenn es in Sibirien kälter wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Krankheit den europäischen Teil Russlands erreicht, ist den Wissenschaftlern zufolge gleich Null. Trotzdem ist die Entwicklung des Vakzins äußerst notwendig: „Die Sterbeziffern bei dieser Erkrankung sind recht hoch - 50 Prozent. Von 110 Personen, die sich seit 1997 angesteckt hatten, starben 60. Die Geographie der Ausbreitung des Virus ist recht umfangreich.“

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