06:23 25 September 2017
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    Russische Experten werden Regionen der Vogelüberwinterung auf Grippe untersuchen

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    SUSDAL, 12. September (RIA Nowosti). Die russischen Tierärzte sind gewillt, zusammen mit Vertretern des Internationalen Tierseuchenbüros (OIE) gemeinsame Expeditionen in den Regionen der Vogelüberwinterung zu organisieren, um sie auf Grippe zu untersuchen. Das teilte der Leiter des Föderalen Dienstes für veterinärmedizinische und phytohygienische Aufsicht (Rosselchosnadsor), Sergej Dankwert, in Susdal (alte Stadt 200 Kilometer nordöstlich von Moskau) bei einem Seminar für Veterinärdienste der OIE-Mitgliedsstaaten in Europa mit.

    Laut Dankwert ist geplant, solche Expeditionen im Gebiet Astrachan, in Kalmykien, in der Region Krasnodar (südliche Regionen Russlands) durchzuführen. "Wir haben dem OIE vorgeschlagen, solche Expeditionen auch im Ausland zu organisieren", sagte Dankwert.

    Wie OIE-Generaldirektor Bernard Vallat erklärte, schlägt das Büro einige Modelle zur Lösung globaler Probleme, so zur Bekämpfung der Ausbreitung der Vogelgrippe, vor. Ihm zufolge

    rechnet das OIE damit, dass in allen Ländern Systeme zur Früherkennung und zum schnellen Reagieren bei Ausbrüchen von Vogelgrippe geschaffen werden.

    Laut dem Hauptveterinärinspektor Russlands, Jewgeni Nepoklonow, kann nicht behauptet werden, dass "es in Russland eine Vogelgrippe-Seuche gibt. Bei uns wurden seinerzeit die Herde der von Zugvögeln eingeschleppten Infektion ermittelt", sagte Nepoklonow. Er fügte hinzu, dass diese Vögel aus Ländern Südostasiens gekommen waren.

    Nepoklonow teilte ferner mit, dass russische Spezialisten beim Treffen der Chefs der Veterinärdienste der Europäischen Union am 8. September in Edinburgh ihre Erfahrungen vermittelt haben, indem sie ein Diagnosesystem und dessen Effektivität demonstrierten.