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    Hoffnungen russischer Akademiemitglieder am Tag der Wissenschaft

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    MOSKAU, 08. Februar (RIA Novosti). Die Wissenschaftler und Forscher Russlands begehen heute den Tag der Wissenschaft.

    Über Probleme, das Potential und die Perspektiven unserer Wissenschaft sprachen führende Wissenschaftler auf einer Pressekonferenz im Vorfeld dieses Tages.

    "Die Struktur der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAdW) zählt 450 wissenschaftliche Einrichtungen, in denen 112 000 Mitarbeiter tätig sind", teilte Akademie-Vizepräsident Alexander Nekipelow mit.

    Er sagte, dass die RAdW in diesem Jahr ihren 282. Jahrestag begeht, und erinnerte daran, dass der Tag der Wissenschaft 1999 durch einen Erlass des Präsidenten der Russischen Föderation im Zusammenhang mit dem 275. Jahrestag der Akademie eingeführt worden war.

    Laut Akademie-Vizepräsident Valentin Koslow ist die niedrige Entlohnung der Mitarbeiter eines der Hauptprobleme des staatlichen Sektors der Wissenschaft. Deshalb hoffen die Mitglieder der Akademie auf bessere Entlohnung und den Zustrom junger Kader.

    "Die niedrige Entlohnung trägt nicht dazu bei, dass die begabte Jugend zu uns kommt", sagte er.

    Koslow erinnerte daran, dass es geplant ist, im Rahmen eines Programms zur Restrukturierung der Russischen Akademie der Wissenschaften gegen das Jahr 2008 die Entlohnung der Wissenschaftler auf 30 000 Rubel im Monat (ein Euro entspricht 33,85 Rubeln) zu erhöhen. Unter anderem soll die durchschnittliche Entlohnung eines Akademiemitglieds im dritten bzw. vierten Quartal 2006 etwa 11 500 Rubel betragen.

    "Aber schon heute macht die Entlohnung in einer Reihe von Branchen mehr als 1000 US-Dollar im Monat aus", sagte das Akademiemitglied.

    Akademie-Vizepräsident Nikolai Plate verwies auf ein großes konkurrenzfähiges Potential der russischen Wissenschaft.

    "In den letzten zehn Jahren wurden in internationalen und nationalen Zeitschriften zehn Millionen Artikel russischer Wissenschaftler veröffentlicht. Nach dieser Kennziffer und dem Zitat-Index gehört Russland zu den führenden acht Ländern der Welt", teilte das Akademiemitglied mit.

    Der Rektor der Moskauer Staatlichen Lomonosow-Universität (MGU) Viktor Sadownitschi, Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften, hob hervor, dass in den letzten Jahren die Tendenz nach der Rückkehr unserer Wissenschaftler aus dem Ausland zu beobachten ist.

    "Wenn Anfang der 90er Jahre bis zu 25 Prozent der MGU-Absolventen ins Ausland ausreisten, so ist heute ihre Zahl viel weniger. Obendrein gibt es Anzeichen, dass jene, die ausgereist waren, in unseren Laboratorien arbeiten wollen", sagte er.

    Zugleich, so Sadownitschi, bleiben die Altersstruktur unter Wissenschaftlern und der Mangel an einer großen Aufgabe für die Wissenschaft ein ernsthaftes Problem.

    "Heute gibt es keine großen Aufgaben, die die Wissenschaft anspornen könnten. Ein Programm zur Entwicklung des Brennstoff- und Energiekomplexes Russlands könnte zum Beispiel zu einem nationalen Programm werden", sagte er.

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