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    "Nowyje Iswestija": Russlands beste Neuentwicklungen landen im Ausland

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    MOSKAU, 08. Februar (RIA Novosti). Russland sind in den zurückliegenden zehn Jahren mindestens 30 Milliarden Dollar Gewinn entgangen, weil es auf die Realisierung von Neuentwicklungen verzichtet hat, schreibt die Tageszeitung "Nowyje Iswestija" am Mittwoch.

    Dem Umsetzen dieser wissenschaftlichen Leistungen in der Heimat stehen die Gleichgültigkeit des Staates und bürokratische Barrieren im Wege. Als Folge wurden viele der Neuentwicklungen von westlichen Industrieunternehmen aufgekauft.

    "Die Verringerung der Anzahl der erteilten Patente um vier Prozent gegenüber 2005 und zwar auf rund 500 bedeutet nicht, dass es weniger Ingenieure und Konstrukteure gibt", meinte Sergej Luknizki, Vorsitzender des Informationsrates der Föderalen Behörde für geistiges Eigentum. "Sie haben heute einfach keine Möglichkeit, Patente für ihre Ideen zu bekommen."

    "Privatfirmen sind noch zu jung und nicht in der Lage, in die Entwicklung neuer technischer Vorrichtungen zu investieren", so Wassili Fjodorow, der viele technische Patente besitzt. "Die alten Unternehmen ziehen es vor, neue Technologien im Ausland zu kaufen. Es ist einfacher, eine ganze Industrieanlage für die Produktion von Autos, Fernsehgeräten, Rekordern im Ausland zu kaufen, als etwas selbständig zu entwickeln."

    Ein Paradebeispiel dafür ist die Geschichte mit dem russischen Mikroprozessor "Elbrus", der für moderne Supercomputer, Avionik und Militärsysteme entwickelt wurde. Nach Ansicht von Experten aus dem Unternehmen Intel, war "Elbrus" leistungsfähiger als die amerikanischen Analoga. Die Arbeit daran befand sich im Abschlussstadium. Aus Geldmangel kam es jedoch nicht zur industriemäßigen Produktion. Banken und staatliche Strukturen meinten, die Produktion würde sich nicht rentieren. Als Folge wechselten die zukunftsreiche Technologie und die Ingenieure selbst geschlossen zu Intel über.

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