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    Erste Aufträge für neuste russische Trägerrakete Sojus-ST

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    MOSKAU, 14. Februar (RIA Novosti). Die Moskauer Forschungs- und Produktionsvereinigung Lawotschkin hat Kunden für vier erste Starts der neusten russischen Trägerrakete Sojus-ST vom Startplatz Kourou in Französisch-Guayana gefunden, teilte Lawotschkin-Chef Georgi Poleschtschuk am Dienstag mit.

    Ihm zufolge ist die Rakete mit dem Booster "Fregat" ausgestattet, der ermöglicht, bis zu 3 300 Kilogramm schwere Apparate ins All zu schießen.

    Der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Anatoli Perminow, teilte seinerseits mit, dass die Vorbereitungen auf dem Weltraumbahnhof Kourou termingerecht verlaufen. Die erste russische Sojus-Rakete werde von dort aus Ende 2008 bzw. Anfang 2009 abheben.

    Von Kourou können auch bemannte Raumschiffe gestartet werden, sagte Perminow. "Aus technischer Sicht ist das durchaus möglich. Die endgültige Entscheidung ist jedoch Frankreich überlassen."

    Der Bau des Startplatzes auf Kourou, der für kommerzielle Starts der russischen Sojus-Raketen bestimmt ist, wird ungefähr 344 Millionen Euro kosten. Da der französische Weltraumbahnhof in der Äquatorialgegend liegt, kann die modernisierte russische Sojus-ST-Rakete deutlich schwerere Güter ins All befördern als beim Start von den russischen Kosmodromen Baikonur oder Plessezk.

    Das Projekt bietet Russland die Chance, von kommerziellen Starts der Sojus-Raketen erheblich zu profitieren. Laut Plan sollen die kommerziellen Starts zehn Jahre lang von Kourou aus erfolgen.

    Das Projekt sieht den Bau eines geeigneten Startplatzes auf Kourou, die Modernisierung der Sojus-Raketen und deren Anpassung an die Äquatorialbedingungen vor. Ihm liegt ein russisch-französisches Regierungsabkommen von 2003 zugrunde.

    Mit dem Betrieb der neuen russischen Rakete Sojus-ST wurde das russisch-französische Gemeinschaftsunternehmen Starsem betraut.

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