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    Gewinnung von Bodenschätzen auf dem Mond

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    Durch eine industriemäßige Erschließung des Mondes könnte der Mangel an Ressourcen auf der Erde ausgeglichen werden.

    MOSKAU, 12. April (RIA Novosti). Durch eine industriemäßige Erschließung des Mondes könnte der Mangel an Ressourcen auf der Erde ausgeglichen werden.

    Diese Meinung vertrat Nikolai Sewastjanow, Chef der russischen Raketenbau-Korporation Energija, am Dienstag während einer Pressekonferenz bei RIA Novosti.

    Der Schwerpunkt des Mondprogramms müsse auf der Förderung von Bodenschätzen, in erster Linie von Helium-3 liegen, urteilte Sewastjanow. Dieses chemische Element, das auf der Erde nicht vorkommt, könnte bei der Erzeugung von Energie Anwendung finden.

    Seine Korporation schlägt zudem vor, umweltschädliche und energieaufwändige Produktionen auf den Mond zu übertragen und dort Produktionen einzurichten, für die eine geringe Gravitation erforderlich ist.

    Die erste Etappe des von der Energija-Korporation konzipierten Mondprogramms ist für die Jahre 2010 bis 2015 ausgelegt. Dabei sollen Raumschiffe Sojus, Trägerraketen Sojus-FG und Proton sowie Booster DM eingesetzt werden. Das russische Segment der Internationalen Raumstation ISS könnte als Montageplatz für die Schiffe dienen, die dann zum Mond geschickt werden, sagte Sewastjanow.

    Die zweite Etappe des Programms (2015 bis 2020) sieht den Bau eines ständig funktionienden Transportsystems für den Mond vor. In diesem Rahmen sollen die neue russische Raumfähre Clipper sowie orbitale Schlepper mit reaktivem Flüssigantrieb zum Einsatz kommen. "Für den Transport schwerer Lasten sind Schlepper mit elektroreaktivem Antrieb notwendig", stellte Sewastjanow fest.

    In der dritten Etappe (2020 bis 2025) wird auf dem Mond eine ständige Basis geschaffen werden.

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