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    Prinzessin Anna von Großbritannien zeichnet russische Ökologen aus

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    LONDON, 11. Mai (RIA Novosti). Die britische Prinzessin Anna überreichte drei russischen Ökologen hohe Auszeichnungen für deren Bemühungen um die Erhaltung der Umwelt.

    Wie der Korrespondent der RIA Novosti meldet, fand die Zeremonie am Mittwochabend im Gebäude der berühmten Londoner Royal Geografic Society statt, unter dessen Gewölbe noch die bekannten britischen Weltreisenden und Forscher David Livingstone, Charles Darwin und Robert Scott gestanden hatten.

    Jetzt haben sich hier die Träger des vor zwölf Jahren gestifteten Whitley Award versammelt, des größten britischen Preises für Menschen, die die lebendige Natur in verschiedenen Ländern schützen und erhalten.

    "Die Hauptaufgabe ist für uns die Möglichkeit, für unsere Arbeit beim Schutz von Tieren, Vögeln, Pflanzen und der Umwelt als Ganzes die ortsansässige Bevölkerung zu gewinnen, die Menschen zusammenzuschließen", sagte Prinzessin Anna, die Patronin der Auszeichnung, an die Preisträger gewandt.

    1994 gab es nur einen Preis, aber in diesem Jahr ist der Whitley Award bereits zehn Umweltschützern aus verschiedenen Ländern, darunter drei Russen, überreicht worden: Alexander Arbatschakow kümmert sich um die Erhaltung der Zedernwälder in den Gegenden im Gebiet Kemerowo, in denen die Angehörigen der Völkerschaft Schoren ansässig sind; Sergej Beresnjuk ist Leiter der Stiftung "Phönix" und beschäftigt sich mit Problemen der beinahe schon verschwundenen Amur-Tiger; Dmitri Lissizyn nimmt an Programmen der Erhaltung der Population des Pazifiklachses auf der Insel Sachalin teil. Sie sind sämtlich in der britischen Hauptstadt eingetroffen, um über ihre Projekte zu berichten.

    "Leider fällt es bisweilen leichter, bis zu einer britischen Prinzessin durchzukommen und im Ausland anerkannt zu werden als in unserer Region Verständnis zu finden", sagte einer der Preisträger, Sergej Beresnjuk, in seinem Interview für die RIA Novosti.

    In der Halle der Royal Geografic Society sind unter dem Motto "Kampf um die Köpfe" Informationsplakate über die Amur-Tiger und Maßnahmen zu ihrem Schutz ausgestellt. Die Plakate werden in der Region Primorje gratis in den Schulen vertrieben und bei der Gestaltung des traditionellen Tages des Tigers ebendort genutzt.

    Jeder der Preisträger erhielt aus den Händen von Prinzessin Anna ein durchsichtiges Glasprisma mit einem in seinem Inneren eingravierten Schmetterling, dem Symbol von Whitley Award, sowie einen mit 30 000 Pfund Sterling dotierten Scheck. Das Geld soll nach der Idee der Organisatoren für die Entwicklung der siegreichen Projekte verwendet werden. Außerdem wurde der Finalistin, der Peruanerin Patricia Mailuf, der "goldene Preis" und zusätzlich ein Betrag von 30 000 Pfund für die Entwicklung ihres Projektes überreicht. Unter den Siegern waren auch Vertreter Indiens, Chinas, Vietnams, Perus, Mexikos und Angolas.

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