14:38 26 September 2017
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    "Nowyje Iswestija": Die Russen vergiften sich mit minderwertigen Lebensmitteln

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    MOSKAU, 12. Mai (RIA Novosti). Russlands Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor, die die Einfuhr von Landwirtschaftsprodukten aus Georgien und Moldawien verboten hat, verschließt beharrlich die Augen davor, dass Millionen von Russen täglich Lebensmittel mit gefährlichen Chemikalien konsumieren, berichtet die "Nowyje Iswestija" am Freitag.

    Von allen Lebensmitteln, die es in russischen Geschäften zu kaufen gibt, werden laut Experten nur hochprozentige Spirituosen einer harten Sicherheitskontrolle unterzogen. "Die Spirituosen werden auf lebensgefährliche Substanzen wie Methylalkohol sorgfältig überprüft", bestätigt Grigori Baram vom Institut für Limnologie der Russischen Akademie der Wissenschaften (Sibirische Abteilung). "Was die anderen Lebensmittel wie etwa Baby-Nahrung angeht, so genießen die Produzenten und Lieferanten hier eine für westliche Staaten beispiellose Freiheit."

    "Die Giftstoffe mit einer Langzeitwirkung auf den menschlichen Organismus werden nicht kontrolliert", stellt der Wissenschaftler fest. "Für den Gehalt an Schadstoffen in Lebensmitteln gibt es in Russland keine Grenzwerte. Deshalb sind alle Arten von Lebensmitteln, seien es Gemüse, Obst, Fleisch oder Milch, in gleichem Maße potentiell gefährlich.

    In der mangelnden Kontrolle sieht Baram die Hauptursache für die Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Bürger und für den Rückgang der Lebenserwartung in Russland.

    Im Prinzip müssen Produkte aus russischer Produktion gesünder sein, weil nur wenige russische Produzenten sich Pflanzenschutz-Chemikalien und Veterinärpräparate leisten können, sagt Baram. "Es gibt aber so gut wie keine rein russischen Produkte mehr. Sie alle werden nach importierten Technologien und aus importierten Rohstoffen hergestellt, die wegen fehlender Normen keiner Kontrolle unterliegen."

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