10:56 24 August 2017
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    Segelschiff Nadeschda auf Umweltexpedition

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    WLADIWOSTOK, 14. Juli (RIA Novosti). Das Segelschulschiff Nadeschda ist mit Ozeanologen der Akademie der Wissenschaften Russlands und des Internationalen Tierschutz-Fonds IFAW an Bord zu einer Expedition an der Küste von Sachalin aus dem Hafen von Wladiwostok ausgelaufen.

    Wie RIA Novosti am Freitag in der Pressestelle der Staatlichen Meeresuniversität in Wladiwostok mitgeteilt wurde, soll die Expedition zunächst bis 7. August die Ostküste Sachalins erforschen. Ziel ist die Untersuchung der Wirkung akustischer Signale auf Grauwale, die in den Gewässern des Ochotskischen Meeres leben.

    Die Wissenschaftler beunruhigt, dass in der fraglichen Gegend im Rahmen der Erschließung von Erdöl- und Gasvorkommen hydroakustische Arbeiten durchgeführt werden, die sich nach Überzeugung der Forscher abträglich auf die dort lebende Population von Grauwahlen auswirken.

    Über einen Monat werden die Ökologen im entscheidenden Moment des Baus der Öl- und Gasleitungen zur Bohrinsel der Gesellschaft Sakhalin Energy rund um die Uhr den Lärmpegel der Bau- und Montagearbeiten und der Schifffahrt an der Förderstelle beobachten, um unabhängige Daten zu gewinnen.

    In der zweiten Phase der Expedition soll vom 8. bis 27. August auf der Route von Korsakow über die Amur-Mündung und den zentralen Teil des Ochotskischen Meeres bis hin zu Wladiwostok die Einwirkung des Menschen auf die Meeresflora und -fauna untersucht werden. Zu diesem Zweck ist das Segelschiff mit einem einzigartigen Gerät ausgestattet worden, welches er ermöglicht, Atmosphäre und Ozean aus der Ferne zu untersuchen.

    Außer den Wissenschaftlern haben Studenten und Aspiranten biologischer und ökologischer Hochschulen des gesamten Landes angeheuert. Sie verwandeln das Schulschiff in eine schwimmende Universität. Der wissenschaftliche Nachwuchs wird nicht nur den gestandenen Experten assistieren, sondern auch deren Vorlesungen über die aktuellsten Probleme der Weltozeane hören.

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