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    Entschädigungssumme für Raketenabsturz in Kasachstan noch nicht festgelegt

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    MOSKAU, 08. August (RIA Novosti). Die Entschädigung für den Absturz einer russischen "Dnepr"-Rakete auf kasachischem Territorium ist noch nicht bemessen.

    Das sagte der Sprecher der russischen Raumfahrtagentur (Roskosmos), Igor Panarin, am Dienstag im Gespräch mit RIA Novosti.

    "Roskosmos weigert sich nicht, den Schaden zu ersetzen, aber die Entschädigungshöhe wird an Hand der Arbeit der zuständigen Kommissionen von Russland und Kasachstan ermittelt. Die von einigen Massenmedien genannte Summe von 333 Millionen US-Dollar wurde noch von niemandem festgestellt; die Entschädigungshöhe wird in etwa zwei Wochen mitgeteilt", sagte der Sprecher.

    Wie der Vorsitzende der kasachischen Regierungskommission für die Untersuchung der Folgen des Absturzes der Trägerrakete, Asamat Abdymomunow, bereits früher informierte, hatten allein die Ausgaben Kasachstans für die medizinische Untersuchung der Einwohner der unweit von der Absturzstelle gelegenen Gebiete etwa 174 Millionen Tenge (1,5 Millionen US-Dollar) betragen.

    Dem Kommissionsvorsitzenden zufolge wird die Suche nach den Raketenresten 18,5 Millionen Tenge (umgerechnet 160 000 US-Dollar) kosten. Der verursachte Umweltschaden werde zu einem späteren Zeitpunkt eingeschätzt.

    "Zur Ermittlung des Schadenumfangs brauchen die Experten etwa einen Monat", sagte Abdymomunow.

    Er verdeutlichte, die Entschädigungssumme bestehe aus zwei Positionen - "den Kosten für die Einschätzung und die Beseitigung der Unfallfolgen und dem Ausgleich des Umweltschadens".

    Zur Ermittlung des Umweltschadens ist eine gemeinsame russisch-kasachischen Gruppe gebildet worden.

    Eine Trägerrakete vom Typ "Dnepr" mit 18 Satelliten an Bord war am 27. Juli vom Raumbahnhof Baikonur gestartet. In der 74. Flugsekunde kam es zu einem nicht geplanten Abschalten des Triebwerkes der ersten Raketenstufe, woraufhin die "Dnepr" 150 Kilometer südwestlich der Stadt Baikonur und sechs Kilometer nordöstlich der Winterstation Tagai abstürzte. Opfer bzw. Verletzte waren nicht zu beklagen.

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