08:58 19 Februar 2018
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    Russland verhandelt mit ausländischen Partnern über internationales Urananreicherungszentrum

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    Russland verhandelt mit Kasachstan und einigen anderen Staaten über die Gründung eines internationalen Urananreicherungszentrums im sibirischen Angarsk (Gebiet Irkutsk).

    IRKUTSK, 30. September (RIA Novosti) Russland verhandelt mit Kasachstan und einigen anderen Staaten über die Gründung eines internationalen Urananreicherungszentrums im sibirischen Angarsk (Gebiet Irkutsk). Das teilte Nikolai Spasski, Vizeleiter der russischen Atomenergiebehörde Rosatom, am Sonnabend vor der Presse in Irkutsk mit.

    Ein Gesetz über die Reform der Atombranche, der in den nächsten Tagen der Staatsduma vorgelegt werden soll, wird eine solche Möglichkeit bieten. Gerechnet wird mit einer Annahme des Gesetzes bis Ende dieses Jahres.

    "Die Rede ist von einem vollwertigen Joint Venture, das einen ausländischen Partner als Teilnehmer bei der Verwaltung des Unternehmens, bei der Festlegung der Marktstrategie und der Aufteilung des Gewinns voraussetzt", sagte Spasski.

    Auf der Basis eines internationalen Zentrums könnten mehrere Joint Ventures für die Urananreicherung mit ausländischer Kapitalbeteiligung gegründet werden, fügte er hinzu.

    Eine Rosatom-Arbeitsgruppe beendet am heutigen Sonnabend seinen Besuch in Irkutsk in Angarsk. Neben einem Besuch im Angarsker Elektrolyse-Chemiekombinat, auf dessen Grundlage das Nuklearzentrum entstehen soll, gab es Begegnungen mit Unweltschützern und mit der Leitung der Region.

    Alexander Tischanin, Gouverneur des Gebiets Irkutsk, bekundete seine Unterstützung für dieses ambitionierte Projekt. Die regionalen Behörden würden die Realisierung des Projekts aktiv fördern, sagte er.

    Das Chemiekombinat in Angarsk war bisher ein für die Ausländer gesperrtes Objekt.