21:20 20 August 2017
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    Ironie des Schicksals: Start von Wettersatellit Metop wegen Windböen verschoben

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    MOSKAU, 18. Oktober (RIA Novosti). Der für den (heutigen) Mittwochabend geplante Start des europäischen Wettersatelliten Metop ist abermals um einen Tag verschoben worden.

    Schlechte Wetterbedingungen am Weltraumbahnhof

    Baikonur in Kasachstan hätten den Start unmöglich gemacht, erfuhr RIA Novosti aus russischen Raumfahrtkreisen. Am Vortag war der Start der russischen Sojus 2-1A-Rakete mit dem hochmodernen Satelliten an Bord bereits zum fünften Mal verschoben worden.

    Nach Angaben des Europäischen Raumfahrtkontrollzentrums ESOC in Darmstadt soll der Satellit an diesem Donnerstag um 18.28 Uhr (MESZ) ins All fliegen. Dies ist bereits der siebte Starttermin, nachdem im Juli und Oktober jeweils drei Versuche scheiterten.

    Metop soll die Erde in einer Höhe von 800 Kilometern auf einer polaren Bahn umfliegen und für eine Umrundung 100 Minuten benötigen. Er bewegt sich damit 43 Mal näher an der Erde als geostationäre Satelliten etwa vom Typ Meteosat, die für eine Erdumrundung 24 Stunden benötigen. Insgesamt drei solcher Satelliten sollen die Wettervorhersage in Europa verbessern sowie genauere Daten zu Umwelt und Klima liefern.

    Der Satellit war in Kooperation zwischen der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA und der Europäischen Organisation für die Nutzung von meteorologischen Satelliten, Eumetsat, entwickelt und vom europäischen Konsortium EADS Astrium für die ESA gebaut worden. Der Raumapparat hat eine Betriebszeit von 14 Jahren und kostet knapp 2,5 Milliarden Euro.

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