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    Modifizierte Sojus-ST-Rakete wird keine Flugtests in Russland absolvieren

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    MOSKAU, 17. November (RIA Novosti). Flugtests der modifizierten Sojus-ST-Trägerrakete sind in Russland nicht vorgesehen.

    Das teilte der stellvertretende Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Viktor Remischewski, am Freitag Journalisten in Moskau mit. "Technisch gesehen, wird die Sojus ST voll und ganz der Modifikation Sojus 2-1B entsprechen, deren Erprobungen mit einem Start vom Raumbahnhof Baikonur zum Jahreswechsel zu Ende gehen sollen. Das bedeutet im Grunde genommen, dass die für Starts vom französischen Raumbahnhof Kourou in Französisch Guyana bestimmte Sojus-ST-Rakete vollkommen getestet und noch in Russland zertifiziert wird."

    "Unsere ausländischen Partner, die die hohe Zuverlässigkeit der russischen Sojus-Trägerraketen zu schätzen wissen, werden dann Nutzlasten unter Einsatz dieser Raketen ohne vorherige Erprobungen ins All befördern", sagte Remischewski.

    Der Geschäftsführer des französischen Unternehmens Arianespace, Jean-Yves Le Gall, machte auf großes Interesse des internationalen Raumfahrtmarktes gerade für Raketen aufmerksam, die Satelliten mit einem Gewicht von bis zu drei Tonnen in geostationäre Umlaufbahnen befördern können. "In dieser Hinsicht sind wir mit der Kooperation mit Russland sehr zufrieden. Starts von Sojus-ST-Trägerraketen von unserem Raumbahnhof in Guyana am Äquator werden es gestatten, ausgehend von ballistischen Bedingungen Nutzlasten bis zu drei Tonnen in den Orbit zu schießen. Bei Starts derselben Raketen vom Raumbahnhof Baikonur in Kasachstan beträgt die maximale Masse der Nutzlast zwei Tonnen", sagte der Franzose.

    Arianespace rechnet damit, ab Ende 2009 zwei bis vier russische Sojus-ST-Raketen im Jahr von Kourou zu starten.

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