23:47 13 Dezember 2018
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    Russland beim Wettrennen um das erste „Haus“ auf dem Mond dabei? - „Nowyje Iswestija“

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    MOSKAU, 17. Januar (RIA Novosti). Das 30-jährige Programm der russischen Weltraumforschung sieht unter andrem die Bildung eines ständig bewohnten Stützpunkts auf dem Mond vor. 2015 sollen die ersten Flüge sowohl von Kosmonauten als auch von Touristen zum künstlichen Erdsatelliten stattfinden.

    Ähnliche Projekte werden auch in den USA angekündigt, berichtet die Tageszeitung „Nowyje Iswestija“ am Mittwoch.

    Damit wiederholt sich die Situation der 60er Jahre, als die UdSSR und die USA ein Wettrennen um die Mondlandung gestartet haben. Diesmal könnten sich aber auch China, Japan, Großbritannien und sogar die Türkei daran beteiligen.

    Sowohl Russland als auch die USA machen kein Hehl daraus, dass das langfristige Ziel in einer Landung des Menschen in den Jahren 2015 bis 2017 auf dem Mond und in der Einrichtung ständig bewohnter Mondstützpunkte in den Jahren 2025 bis 2030 besteht.

    Bei der Präsentation des amerikanischen Mondprogramms im Weißen Haus teilte ein NASA-Sprecher mit, dass der erste einwöchige Flug von vier Astronauten auf 100 Milliarden Dollar geschätzt wird. Die Vorstellung des Programms und dessen Billigung durch US-Präsident George W. Bush wurden umgehend für den kaum tragbaren Preis kritisiert.

    Auch in Moskau werden Perspektiven einer Neuauflage des „Mond-Wettrennens“ mit Skepsis aufgenommen. „Russland kann von solchen Projekten leider nur träumen“, erklärte Dr. sc. oec. Michail Deljagin, Vorstandschef des Instituts für Globalisierungsprobleme. „Im Alleingang werden wir heute den Mond nicht erschließen können. Wir sind nicht einmal in der Lage, unser eigenes Territorium im Osten und in Sibirien zu erschließen.“

    Dr. rer. nat. Alexander Sacharow, leitender Mitarbeiter des Instituts für Weltraumforschung, stellte fest: „Ein einheitliches Programm der Mondforschung bzw. der Erschließung anderer Planeten haben wir nicht. All diese Erklärungen sind bloße Rhetorik. Insofern können wir vorerst nicht von einem Wettrennen mit Amerikanern sprechen.“

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