03:31 24 September 2017
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    Kommerzieller Start von Sojus-ST-Rakete wird im Schnitt 50 Millionen Dollar kosten

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    KOUROU, 26. Februar (RIA Novosti). Ein kommerzieller Start einer russischen Sojus-ST-Rakete vom Raumbahnhof Kourou auf Französisch-Guayana wird den Auftraggeber im Schnitt 50 Millionen US-Dollar kosten.

    Das sagte der Chef der französischen Raumfahrtgesellschaft Arianespace, Jean-Yves Le Gall, am Montag Journalisten auf Kourou. Er wohnte der Zeremonie der Grundsteinlegung für einen Sojus-Startkomplex bei, in dessen Fundament ein Stein vom weltweit ersten Raketenstartplatz in Baikonur (Kasachstan) eingemauert wurde.

    Zugleich schloss Le Gall nicht aus, dass die Startkosten in Zukunft steigen werden. "Laut Projekt sollen ab 2009 vier Sojus-Raketen im Jahr ins All geschossen werden. Somit beträgt der Jahresumsatz 200 Millionen Dollar. Dieses Projekt soll sich in sieben bis neun Jahren bezahlt machen."

    Russische Sojus-Raketen sollen gemäß einem 2003 unterzeichneten russisch-französischen Abkommen über eine langfristige Kooperation bei Entwicklung, Bau und Einsatz von Trägerraketen und über die Stationierung von Sojus-ST-Raketen auf Französisch-Guayana gestartet werden.

    Das Alleinrecht auf den kommerziellen Einsatz von Sojus-ST-Raketen hat laut Abkommen der Betreiber. Russland behält sich das Recht vor, diese Trägerraketen für die Umsetzung eigener staatlicher wie auch internationaler Raumfahrtprogramme und -projekte unter Teilnahme Russlands im Interesse dritter Länder zu nutzen.

    Jeder Start wird mit einem Vertrag zwischen dem Betreiber und den zuständigen russischen Unternehmen geregelt. Die modernisierten Sojus-Raketen sollen auf dem Territorium Russlands per Eisenbahn transportiert und dann mit europäischen Fähren nach Französisch-Guayana verschifft werden.

    Der Raketenstartplatz Kourou befindet sich auf Französisch-Guayana in Südamerika und ist 60 Kilometer lang und 20 Kilometer breit. Die erste Rakete war von Kourou am 9. April 1968 gestartet.