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    Ursache des Fehlstarts der Zenit-3SL - Versagen eines Triebwerkes

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    MOSKAU, 13. März (RIA Novosti). Die Ursache der Havarie der Trägerrakete Zenit-3SL, die sich bei ihrem Start von der Sea-Launch-Plattform am 30. Januar 2007 ereignet hat, war das Versagen des Triebwerkes RD171M der ersten Stufe.

    Das teilte Igor Panarin, Pressesprecher von Roskosmos (Russische Raumfahrtagentur), am Dienstag RIA Novosti mit.

    Sea Launch ist ein internationales Raumfahrt-Konsortium, das Zenit-Trägerraketen von einer speziell adaptierten Bohrplattform in Äquatornähe startet, um Satelliten mit einer Masse von bis zu sechs Tonnen auf eine Erdumlaufbahn zu bringen. An dem Unternehmen sind Boeing (USA), die Weltraum-Raketenkorporation Energija (Russland), das Konstruktionsbüro Juschnoje (Ukraine), die Produktionsvereinigung Juschmasch (Ukraine) und die britisch-norwegische Gruppe Kvarner beteiligt.

    Bei dem Start der Trägerrakete Zenit-3SL mit einem Nachrichtensatelliten an Bord am 30. Januar 2007 kam es zu einer Havarie. Die Trägerrakete explodierte praktisch gleich nach dem Start. Das Bedienungspersonal kam nicht zu Schaden.

    „Eine interministerielle Kommission, der Vertreter der ukrainischen und russischen Organisationen angehören, die Zenit-3SL entwickelt hatten, hat jetzt ihre Arbeit abgeschlossen.

    Es wurde festgestellt, dass das Versagen des Triebwerkes im Ergebnis seiner Entflammung erfolgt war. Die Entflammung war dadurch verursacht worden, dass ein Metallteilchen in die Pumpe des Triebwerkes gelangt war“, sagte der Pressesprecher von Roskosmos.

    Die Kommission habe Empfehlungen ausgearbeitet, nach deren Realisierung die Trägerrakete weiter eingesetzt werde, fügte er hinzu.

    Wie Viktor Remischewski, stellvertretender Roskosmos-Chef, zuvor Journalisten mitgeteilt hatte, sollen die Starts von der Sea-Launch-Plattform nach der Havarie schon in diesem Jahr wieder aufgenommen werden.

    Laut einer Erklärung des Unternehmens Sea Launch (Maritimer Start) war die Startplattform „Odyssey“ nur unwesentlich beschädigt worden.