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    Russland setzt auf GLONASS bei Entwicklung der Raumfahrt

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    Russisches Navigationssystem GLONASS (170)
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    MOSKAU, 29. März (RIA Novosti). Der russische Präsident Wladimir Putin und das Staatsratspräsidium haben auf einer Sitzung am Donnerstag die Entwicklung der Raumfahrt behandelt.

    Eines der aussichtsreichsten Projekte ist das globale Satelliten-Navigations-System GLONASS. Das russische GLONASS soll wie das amerikanische GPS-System genauso schnell und sicher bei der Bestimmung der Koordinaten und Geschwindigkeit von Objekten auf See, in der Luft und an Land sein, wobei es bis auf einen Meter präzisieren kann.

    Russland will GLONASS sowohl für militärische als auch für zivile Zwecke nutzen. Millionen von russischen und ausländischen Bürgern, Wirtschaftsunternehmen und -gruppen sowie juristische Personen werden Zugang zu dem System haben. Am Mittwoch erklärte Vizepremier Sergej Iwanow auf einer Pressekonferenz: "Dem GLONASS fällt eine Schlüsselrolle für die Diversifizierung der Wirtschaft zu. Nach der Inbetriebnahme des Systems wird die Wirtschaft viel transparenter und effizienter sein." Laut Iwanow wird das System bis Ende dieses Jahres in Betrieb gesetzt und es besteht kein Zweifel, dass die russische Weltraumbehörde Roskosmos ihren Verpflichtungen mit Hilfe der staatlichen Subventionen nachkommt und bis Ende dieses Jahres 18 GLONASS-Satelliten ins All schießt. Für GLONASS sind 24 Satelliten vorgesehen, doch schon die 18 können den Betrieb auf rusischem Territorim garantieren. Das staatliche Raumfahrtprogramm ist dieses Jahr auf 24,4 Milliarden Rubel (1 Euro = ca. 34,7 Rubel) angelegt, für den Bau und Start der Navigationssatelliten werden 9,88 Milliarden Rubel zugeschossen.

    "Schwierigkeiten haben wir mit der Landinfrastruktur und Kommerzialisierung des Projektes, aber wir arbeiten jetzt intensiv daran. Das ist wohl die Schlüsselaufgabe des Projekts, weil ohne kommerziellen Hintergrund keine effiziente Leistung des Systems zu erwarten ist", betonte der erste Vizepremier.

    Am 12. März unterstrich Präsident Putin auf einer Kabinettssitzung, dass das GLONASS-System preiswerter und leistungsfähiger als GPS sein soll. "Wir rechnen nicht ohne Grund mit einem gesunden wirtschaftlichen Patriotismus unserer Verbraucher, vor allem des Staats. Ich gehe davon aus, dass wir in diesem Wirtschaftssektor zu marktwirtschaftlichen Bedingungen agieren werden und Verbraucher sich für eine qualitativ hohe Dienstleistung entscheiden können", sagte Putin.

    Der erste GLONASS-Satellit war am 12. Oktober 1982 ins All geschossen worden, in Betrieb wurde das System im Jahr 1993 genommen. Bis Jahresende soll es in ganz Russland und bis Ende 2009 im globalen Einsatz sein.

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