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    Kasachstan korrigiert Weltraumprojekte mit Russland - „Iswestija“

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    MOSKAU, 14. Juni (RIA Novosti). Kasachstan wird seine Vereinbarungen mit Russland über die Starts von Raketen des Typs Proton vom Kosmodrom Baikonur revidieren. Wie Talgat Mussabajew, Vorsitzender der Weltraumbehörde Kasachstans (Kaskosmos), mitteilte, besteht die Ursache dafür im Proton-Treibstoff Heptyl, der beachtliche Umweltschäden verursacht, schreibt die Tageszeitung „Iswestija“ am Donnerstag. Der für den 7. Juli geplante Proton-M-Start soll nun „ausnahmsweise“ gestattet werden.

    Außerdem wird die Arbeit an der Entwicklung des Weltraum-Raketenkomplexes Ischim wegen „wirtschaftlicher Unzweckmäßigkeit“ eingestellt. Kasachstans Partner in diesem im November 2005 beschlossenen Projekt war das Moskauer Wärmetechnik-Institut.

    Der Komplex Ischim ist für Starts kleiner ziviler Weltraumapparate bestimmt. Die Grundlage dafür bildet das Flugzeug vom Typ MiG-31, das fähig ist, eine kleine Rakete mit dem Sputnik in die notwendige Höhe zu bringen, wo sich die Rakete vom Flugzeug trennt und die erforderliche Höhe mit eigenem Triebwerk erreicht.

    Ende 2005 hatte Kasachstans Regierung beschlossen, der Weltraumwirtschaft mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Nach Ansicht von Experten soll das helfen, die Abhängigkeit vom Ölexport zu verringern.

    Zu diesem Zeitpunkt war bereits der erste kasachische Fernmeldesatellit ins All geschickt worden. An einem anderen russisch-kasachischen Projekt im Wert von 220 Millionen Dollar wird bereits gearbeitet. Es handelt sich um die Entwicklung des Weltraumkomplexes vom Typ Baiterek, dessen Grundlage Russlands Arbeit an der Rakete der neuen Generation vom Typ Angara bildet. Das Projekt wird von der kasachischen Regierung finanziert. Nach der geplanten Inbetriebnahme des Baiterek-Komplexes im Jahr 2008 sollen die Starts kasachischer Erdsatelliten regelmäßig stattfinden.

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