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    Neues amerikanisches Computermodell simuliert Militäroperationen

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    WASHINGTON, 14. Juni (RIA Novosti). Die Universität des US-Bundesstaates Georgia hat ein Computermodell entwickelt, mit dem der Ausgang von Militäroperationen oder bewaffneten Konflikten mit einer hohen Präzision prognostiziert werden kann.

    Wie es in einer Universitätsmitteilung heißt, habe eine Simulation nachgewiesen, dass die Sowjetunion im Afghanistan-Krieg von 1979 - 1989 faktisch keinerlei Chancen gehabt hat, denn die Wahrscheinlichkeit eines Sieges der sowjetischen Truppen habe bei 7 Prozent gelegen.

    Aber auch die Siegeschancen der USA in Irak werden außerordentlich gering bewertet. Auch wenn die Amerikaner noch zehn Jahre lang Krieg führen, liege die Siegeswahrscheinlichkeit nur bei 26 Prozent.

    Die Entwicklung der Professorin Patricia Sullivan von der Universität Georgia, gesponsert von Nationalen Wissenschaftsfonds der USA, basiert auf der eingehenden Analyse von 122 bewaffneten Konflikten aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. In ihnen waren die USA, die Sowjetunion, Großbritannien, Frankreich und China im Kampf gegen schwächere Gegner verwickelt.

    Die Studie belegt, dass die deutliche militärische Überlegenheit der Weltmächte nur in 61 Prozent der Militäroperationen zum Sieg geführt hat. 39 Prozent der Militäreinsätze haben sich demgegenüber als Fehlschlag erwiesen.

    Die Faktoren abwägend, die in den über 50 Jahren der Nachkriegszeit für Sieg und Niederlage den Ausschlag gaben, versetzt die Computersimulation „die Politiker in die Lage, die Erfolgswahrscheinlichkeit gegenwärtiger und bevorstehender Konflikte abzuschätzen“, heißt es in der Universitätsmeldung, in der die Präzision des Computermodells mit 80 Prozent veranschlagt wird.

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