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    Russische Arktisexpedition wird von US-Aufklärungsflugzeug ausspioniert

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    Expedition in die Arktis (28)
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    Die russische Expedition "Arktis 2007" wird von einem Spionageflugzeug der USA ausgespäht, hat der Moskauer Info-Kanal Vesti gemeldet.

    MOSKAU, 27. JULI, (RIA Novosti). Die russische Expedition "Arktis 2007" wird von einem Spionageflugzeug der USA ausgespäht, hat der Moskauer Info-Kanal Vesti gemeldet.

    "Die Experimente werden auch von jenseits der Arktis überwacht, darunter von Aufklärungsflugzeugen der NATO. Im Himmel ist ein amerikanisches Spionageflugzeug aufgetaucht", heißt es in der Reportage, die vor Ort aufgezeichnet worden ist.

    Schon in der Vergangenheit sei berichtet worden, dass die USA die russischen Nordpolarexpeditionen ausspähen, doch habe es keine Bestätigungen gegeben. Nun, so berichtet der Fernsehkorrespondent, sei es gelungen, dass Flugzeug auf Film zu bannen.

    Die russische Expedition hat sich unter anderem die Aufgabe gestellt, den Beweis zu erbringen, dass die nach Mendelejew und Lomonossow benannten Unterwassergebirge, die sich in Richtung Grönland hinziehen, geologisch als Fortsetzung des russischen Kontinentalschelfs gelten können. Sollten auch die UNO-Beamten davon überzeugt werden können, hätte Russland das Recht, die kolossalen Öl- und Gaslagerstätten im Dreieck Tschukotka - Murmansk - Nordpol auszubeuten.

    Wie der Fernsehsender berichtet, wollen die USA nun überstürzt einen eigenen Eisbrecher in das Gebiet entsenden. Offiziell wird behauptet, er soll den Grund der Polarhöhen erforschen.

    Die russische Expedition "Arktis 2007" ist eines der aufwendigsten Vorhaben Russlands im Internationalen Polarjahr, welches in diesem Jahr begangen wird.

    Das Schiff "Akademik Fjodorow" des russischen hydrometeorologischen Dienstes (Rosgidromet) ist zu der genannten Expedition am 10. Juli aus dem Hafen Sankt Petersburg ausgelaufen. Es wird in diesem Jahr von dem Eisbrecher "Russland" aus Murmansk begleitet.

    Erstmals in der Geschichte wird die Expedition die bemannten Forschungs-U-Booten Mir-1 und Mir-2 am Nordpol in der Gegend der Unterwassergebirge Lomonossow und Hackel einsetzen, wo eine Tiefe bis zu 4 200 Metern zu verzeichnen ist. Damit will sie die Gliederung des Grundes im polarnahen Raum des nördlichsten Meeres der Erde untersuchen.

    Die Expedition wird vom Sonderbeauftragten des Präsidenten Russlands für das Internationale Polarjahr und Präsidenten des Verbandes der Polarforscher, dem Helden der Sowjetunion, Artur Tschilingarow, geleitet.

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