20:37 17 Februar 2018
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    Russland muss Unklarheiten in Bezug auf arktischen Schelf beseitigen - "Rossijskaja Gaseta"

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    Expedition in die Arktis (28)
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    MOSKAU, 27. Juli (RIA Novosti). Das Forschungsschiff "Akademik Fjodorow" ist dieser Tage zu einer Arktis-Reise ausgelaufen. Untersucht wird der Unterwasser-Bereich des Ozeanschelfs.

    Gleichzeitig denken Juristen über die Rechtsnormen nach, die Russland zum Besitz des arktischen Schelfs berechtigen würden, schreibt die "Rossijskaja Gaseta" am Freitag.

    Professor Kamil Bekjaschew, Leiter des Lehrstuhls für Völkerrecht der Moskauer staatlichen juristischen Akademie, stellt in diesem Zusammenhang fest: Die Arktis beherbergt riesige Öl- und Gasvorräte. Dort ist auch die Förderung von Gold, Nickel, Rohdiamanten und anderen wertvollen Mineralen möglich.

    Zugleich ist der Rechtsstatus der arktischen Sektoren immer noch unklar. Außerdem sind Änderungen des Rechtsstatus der Schelfsektoren infolge des Klimawechsels und des schnellen Eistauens möglich.

    Der Experte verwies in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit eines russischen Föderationsgesetzes über die Arktis, mit dem das gesamte Gewässer von der Küste bis zum Pol zum russischen Gewässer erklärt werden könnte. Kanada habe das bereits 1925 getan und niemand habe etwas gegen das kanadische Gesetz gesagt.

    Außerdem muss die äußere Grenze des russischen Kontinentalschefs in der Arktis geklärt werden. Gemäß der UN-Seerechtskonvention von 1982 darf ein Staat bis zu 350 Seemeilen als seine Schelfbreite angeben. Wenn das aber geschieht, wird Russland damit die Gültigkeit der Konvention für den Arktischen Sektor zulassen. In diesem Fall könnten aber die Mineralressourcen, die außerhalb des 350-Meilen-Streifens liegen, von anderen Staaten gefördert werden, betont der Experte.

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