00:55 26 Februar 2018
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    Sabotage am Raumschiff Endeavor: Start zur ISS wird nicht verschoben

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    Der Start des Shuttles "Endeavor" zur Internationalen Raumstation wird trotz des Sabotagefalls nicht verschoben.Der Shuttle soll nicht vor dem 7. August fliegen, so dass genügend Zeit vorhanden ist, um den Schaden zu beheben.

    MOSKAU, 27. JULI, (RIA Novosti). Der Start des Shuttles "Endeavor" zur Internationalen Raumstation wird trotz des Sabotagefalls nicht verschoben.Der Shuttle soll nicht vor dem 7. August fliegen, so dass genügend Zeit vorhanden ist, um den Schaden zu beheben.

    Wie ein NASA-Fachmann in Russland der RIA Novosti sagte, hat eine Sonderkommission der amerikanischen Raumfahrtbehörde entschieden, den Start wie geplant durchzuführen.

    Am 26. Juli hat der Leiter für bemannte Flüge bei der NASA, Bill Gerstenmaier, eingestehen müssen, dass der Mitarbeiter eines Subunternehmens das Weltraumprogramm torpediert hat. Er hat die Kabel im Computer, der zur Weltraumstation gehen sollte, durchgeschnitten.

    Der NASA-Experte hat gegenüber RIA Novosti präzisiert, dass nicht das Computer selbst beschädigt worden sei, sondern "das System, welches drahtlos die Daten von den verschiedenen Geräten auf der ISS empfängt." Es könne sich dabei beispielsweise um Daten von den Sonnenbatterien oder den Beschleunigungsmessern handeln, die für die Orientierung der Station im All sorgen. Der Schaden bei dem Subunternehmer sei schon Mitte Juli entdeckt, doch erst jetzt bekannt gegeben worden.

    Der Fachmann verneinte jede Gefahr für die ISS-Besatzung. Der Schaden könne bis zum Start der Endeavor zur Weltraumstation behoben werden.

    Zuvor hatte Gerstenmaier wissen lassen, dass der Zulieferer Computerausrüstungen und Sensorensysteme für die ISS herstelle. Von Experten der NASA würden inzwischen alle gelieferten Geräte geprüft.

    Die Endeavor soll erstmals nach vier Jahren wieder in den Kosmos starten. Während der 11-tägigen Mission sind drei Ausstiege von Astronauten in den freien All geplant, um die Station zu modernisieren.

    Insbesondere das Sicherheitssystem der Endeavor, welches schon die Shuttles Discovery und Atlantis verwandt haben, ist nachhaltig modernisiert worden. Außerdem sind neue Geräte installiert worden, die das Shuttle nach der Ankopplung an die ISS mit Strom von der Station versorgen können.

    Die Endeavor ist das erste Shuttle, das das neue Stromversorgungssystem testen soll. Sobald es aktiviert ist, kann die Mission verlängert werden.