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    Russisches Weltraumzentrum „Chrunitschew“ startet superschweren europäischen Satelliten

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    Das russische Weltraumzentrum „Chrunitschew“ hat einen weiteren Vertrag über den Start eines europäischen Telekommunikations-Supersatelliten „Inmarsat 4-F3“ geschlossen. Das Unternehmen hat bereits Aufträge im Gesamtwert von mehr als eine Milliarde US-Dollar vorliegen.

    MOSKAU, 08. August (RIA Novosti). Das russische Weltraumzentrum „Chrunitschew“ hat einen weiteren Vertrag über den Start eines europäischen Telekommunikations-Supersatelliten „Inmarsat 4-F3“ geschlossen. Das Unternehmen hat bereits Aufträge im Gesamtwert von mehr als eine Milliarde US-Dollar vorliegen.

    Das geht aus einer Mitteilung auf der Website der russischen Weltraumagentur Roskosmos hervor.

    „Das Joint Venture ILS, zu welchem das US-amerikanische Unternehmen Space Transport, das Zentrum „Chrunitschew“ und die russische Raketen- und Weltraumkorporation Energija gehören, haben einen neuen Vertrag mit dem europäischen Betreiber von Telekommunikationssatelliten Inmarsat Plx abgeschlossen, in dessen Rahmen eine russische Trägerrakete des Typs Proton-M den Telekommunikationssatelliten Inmarsat 4-F3 auf eine kosmische Bahn bringen wird“, heißt es in der Mitteilung.

    Seit Beginn des laufenden Jahres schloss das Joint Venture ILS bereits Verträge über den Start von Weltraumapparaten im Gesamtwert von mehr als eine Milliarde US-Dollar ab. Mit der Unterzeichnung des neuen Vertrags beinhaltet die Auftragsmappe von ILS 22 kommerzielle Starts von Trägerraketen Proton-M für den Zeitraum bis 2013.

    Der schwere Telekommunikationssatellit Inmarsat 4-F3 soll im April 2008 vom Raumbahnhof Baikonur gestartet werden. Der neue Weltraumapparat erweitert deutlich die Möglichkeiten der Satelliten-Telekommunikation von Inmarsat und ermöglicht, die neue Dienstleistung der Breitbandverbindung BGAN (Broadband Global Area Network) weltweit anzubieten.

    Gebaut wird der Satellit Inmarsat 4-F3 vom Unternehmen Astrium. Die Masse des Satelliten beträgt etwa sechs Tonnen. Es handelt sich um einen der schwersten, technologieintensivsten und leistungsstärksten Weltraumapparate in der Welt.

    In den vergangenen beiden Jahren modernisierte das „Chrunitschew“-Zentrum die Trägerrakete Proton-M spürbar. Im Ergebnis kann diese Rakete Nutzlasten von mehr als sechs Tonnen auf kosmische Bahnen bringen.

    Beim ersten Schaustart brachte diese Trägerrakete den superschweren Kommerz-Weltraumapparat DIRECTV 10, der eine ähnliche Masse wie Inmarsat 4-F3 hatte, auf eine Erdumlaufbahn.

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