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    Akademiemitglied Welichow rechnet mit baldiger Annahme von Programm zur Nutzung von Fusionsenergie

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    MOSKAU, 15. August (RIA Novosti). Der Sekretär der Gesellschaftskammer Russlands, Akademiemitglied Jewgeni Welichow, rechnet damit, dass ein Programm zur Nutzung von Fusionsenergie noch in diesem Jahr erstellt wird.

    Dieses Programm mit einer Laufzeit zwischen 2009 und 2015 solle auch die wissenschaftliche und technologische Grundlage für die thermonukleare Energiewirtschaft in Russland schaffen, sagte Welichow, der zugleich Direktor des russischen Atomzentrums Kurtschatow-Institut ist, am Mittwoch vor der Presse in Moskau. Dieses Programm solle zu einem Instrument für die Umsetzung der ersten Phase der Strategie (2009/2015) werden.

    In dieser Phase solle die vorhandene experimentelle technologische Basis der thermonuklearen Energiewirtschaft vervollkommnet werden. Geplant sei auch die Schuldung junger Kräfte in diesem Bereich. Welichow erinnerte daran, dass die experimentelle Basis bereits zur Sowjetzeit geschaffen worden und in der Zeit der Perestroika nicht genutzt worden war. "An der Schaffung dieser Grundlage nahmen knapp 200 Betriebe, Forschungsinstitut und Konstrukteursbüros teil. Das neue Programm wird einen Investitionsaufwand von knapp 30 Milliarden Rubel (fast 870 Millionen Euro) erforderlich machen… Aber von einer konkreten Zahl könnte man erst bei der unmittelbaren Erstellung des Programms sprechen. Wenn wir dieses Programm nicht annehmen, können wir alles verlieren - sowohl die experimentelle Basis als auch das Personal", warnte der Wissenschaftler.

    In der zweiten Phase (2016/2031) sollen nach seinen Worten Materialien für serienmäßig zu bauende Fusionskraftwerke entwickelt und erprobt werden. In der dritten Phase sollen entsprechende Technologien getestet, ein Fusionskraftwerk projektiert und dann in Betrieb genommen werden.

    Welichow erinnerte ferner daran, dass der erste experimentelle Fusionsreaktor ITER in zehn Jahren im französischen Cadarache gebaut wird. Das Projekt hat einen Wert von zehn Milliarden Euro. Russland kommt für zehn Prozent der Kosten auf. An dem Vorhaben sind darüber hinaus die USA, China, Indien, Japan und die Europäische Union beteiligt. Die erste experimentelle Anlage wird nach seinen Worten von den Gesellschaftern gemeinsam gebaut, worauf jeder seinen eigenen Weg gehen dürfte.

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