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    Volvo stoppt mit Alcoguard angetrunkene Fahrer

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    STOCKHOLM, 04. September (RIA Novosti). Der schwedische Autokonzern hat ein Gerät namens Alcoguard entwickelt, das angetrunkenen Fahrern die Zündung ihres Fahrzeuges verwehrt.

    Alcoguard soll schon Anfang kommenden Jahres auf den Markt kommen. Äußerlich wie eine gewöhnliche Fernsehsteuerung gestaltet, muss der Fahrer zunächst in den mundstückartigen Alkoholwächter blasen, bevor er die Zündung freigibt. Wird die zugelassene Alkoholhöchstgrenze überschritten, dann ist die Fahrt vorbei, bevor sie begonnen hat.

    Die erste Partie von 2 000 Stück zu je 800 Euro soll zunächst einige Modelle von Volvo bereichern und den schwedischen Markt bedienen. Vor allem Taxi- und Berufsfahrer sind als Zielgruppe ausgemacht.

    Volvo legt damit "ein Instrument vor, welches berufen ist, Fahrer zu nüchternen Entscheidungen zu verhelfen. Heute wird jeder dritte Todesfall in Europa durch Fahren im angetrunkenen Zustand verursacht", hat Ingrid Skogsmo, Direktorin des Volvo Sicherheitszentrums, laut einer Pressemitteilung des schwedischen Konzerns erklärt.

    Der Motormännens Helnykterhetsförbund (MHF), der schwedische Autoklub, der das Autofahren im nüchternen Zustand auf seine Farben geschrieben hat, berichtet davon, dass Alcoguards bereits in den 80er Jahren in den USA und Kanada verwendet worden sind, um wegen Alkoholvergehens bestrafte Fahrer unter Kontrolle zu behalten.

    In Schweden laufen die Tests seit 1989, doch ohne Erfolg. Erst 1999 kam Alcoguards wieder in das Gespräch, nachdem die schwedische Regierung ihren Einsatz in öffentlichen Verkehrsunternehmen und bei Transportfirmen gefördert hat.

    Der schwedische Automobilklub glaubt derweil, dass das Interesse an eine "Alkoholsperre" in den letzten vier Jahren ganz erheblich zurückgegangen ist. Schenkt man aktuellen Umfragen Glauben, dann wollen nur 35 Prozent der befragten Schweden ein solches Gerät kaufen. Vor vier Jahren waren es noch 79 Prozent. 2005 wurden insgesamt 5 000 Alkoholsperren eingebaut.

    Nissan hatte schon zuvor die Entwicklung eines analogen Geräts publik gemacht. In die Rücklehne des Fahrer- und des Beifahrersitzes sowie in den Schalthebel sollen Atemsensoren eingebaut werden. Sobald auch nur ein Hauch von Alkohol aufgefangen worden wird, rät eine liebliche Frauenstimme den Fahrer zum Verzicht auf die Fahrt. Sollte der fahrlässige Alkoholsünder dennoch nicht auf seinen geliebten fahrbaren Untersitz verzichten wollen, wird die Schaltung bei Feststellung von Alkoholgehalt im Schweiß der Handfläche vollends blockiert.

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