16:09 20 November 2017
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    Start der russischen Proton-Rakete mit japanischem Satelliten JCSat missglückt

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    Der Start der russischen Trägerrakete Proton-M, die einen japanischen Telekom-Satelliten ins All bringen sollte, ist in der Nacht zum Donnerstag missglückt.

    MOSKAU, 06. September (RIA Novosti). Der Start der russischen Trägerrakete Proton-M, die einen japanischen Telekom-Satelliten ins All bringen sollte, ist in der Nacht zum Donnerstag missglückt.

    Das teilte ein Sprecher der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos mit. "Nach vorläufigen Angaben trennte sich die zweite Stufe von der Rakete nicht, nachdem das Triebwerk der Stufe nach 135 Sekunden Flug ausgefallen war", sagte er.

    Das Chrunitschew-Zentrum, das Hersteller der Proton-Rakete ist, setzte auf dem Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan eine Ermittlungskommission ein.

    Die Trümmer der Rakete fielen in eine menschenleere Gegend 50 Kilometer südöstlich von der kasachischen Stadt Dscheskasgana nieder. Laut Roskosmos gibt es weder Opfer noch Zerstörungen.

    Eine zuständige Kommission sei bereits am Absturzort eingetroffen und habe mit der Untersuchung der Trümmer begonnen, sagte der Roskosmos-Sprecher. Die Kommission soll unter anderem den Umweltschaden abschätzen. Als Kraftstoff nutzt die Proton-Rakete hochgiftiges Heptyl.

    Die Rakete war am Donnerstag um 02.43 Uhr Moskauer Zeit (00.43 Uhr MEZ) vom Weltraumbahnhof Baikonur mit dem japanischen Telekom-Satelliten JCSat gestartet.

    Der japanische Satellit mit mindestens 15 Jahren Betriebszeit war für Fernseh- und Radioübertragungen und für Kommunikationsdienstleistungen in Japan, anderen Staaten der Pazifikregion und auf Hawaii bestimmt. Das Unternehmen JSat Corp. ist mit acht Satelliten einer der größten Betreiber von Satellitenverbindungen in der Asiatisch-Pazifischen Region.

    Der Start wurde vom russisch-amerikanischen Joint Venture International Launch Services (ILS) organisiert, dessen Gründer Space Transport Inc. (USA), das russische Chrunitschew-Zentrum und der russische Raketenhersteller Energija sind.

    ILS bietet auf dem Weltmarkt Starts mit schweren russischen Trägerraketen Proton an. Seit 1999 organisierte ILS bereits 41 Starts der Proton-Rakete, die vor 40 Jahren gebaut wurde und als eine der zuverlässigsten weltweit gilt.

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