02:59 24 November 2017
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    Raketen-Absturz: Kasachstan bedauert Fernbleiben russischer Regierungskommission

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    ASTANA, 11. September (RIA Novosti). Nach Ansicht des Chefs der kasachischen Luftfahrt- und Weltraumagentur, Talgat Mussabajew, sollte eine russische Regierungskommission die Einschlagsstelle der Proton-M-Rakete untersuchen, die am 6. September abgestürzt war.

    „Die Russische Föderation hat bedauerlicherweise mit Verspätung gehandelt: Der Unglücksort wurde von keiner zuständigen Regierungskommission besucht, keiner hat den Absturzort der Proton-Rakete in Augenschein genommen“, sagte Mussabajew in einer Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Naturnutzung des Parlamentsunterhauses am Dienstag.

    Er fügte hinzu, dass an der Einschlagsstelle „nur Mitglieder der Arbeitsgruppe der Russischen Föderation im Einsatz waren“.

    Nach einem Fehlstart vom Kosmodrom Baikonur am frühen Mittwochmorgen war eine Proton-M-Trägerrakete 40 Kilometer von der Stadt Dscheskasgan niedergefallen, wo sich zu diesem Zeitpunkt der kasachischen Präsident Nursultan Nasarbajew aufhielt. Am selben Tag haben die kasachische Luftfahrt- und Weltraumagentur und die Weltraumbehörde Russlands gemeinsam beschlossen, die Starts aller Typen von Proton-Raketen vorübergehend einzustellen, bis die Regierungskommission ihre Untersuchung beendet hat.

    Die Suche nach den Raketentrümmern hatte eine russisch-kasachische Unfallskommission geführt, die die in den Boden gelangte Menge von hochgiftigem Treibstoff Heptyl einschätzen soll. Auf Grund des Gutachtens werden später die in Kasachstan angerichteten Umweltschäden ermittelt.