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    Japanische Mondsonde auf erdnaher Umlaufbahn

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    TOKIO, 14. September (RIA Novosti). Die japanische Raumsonde Selene, die für die Mondforschung bestimmt ist, hat am Freitag eine erdnahe Umlaufbahn erfolgreich erreicht.

    Das teilte die Luft- und Raumfahrtagentur Japans mit.

    Sie wurde mit der japanischen Trägerrakete H-2A ins All gebracht, die heute um 10.31 Uhr Ortszeit vom Raumbahnhof Tanegashima startete.

    Wie die Raumfahrtagentur meldete, funktionierten alle Stufen der Rakete normal. Die Raumsonde trennte sich von der letzten Stufe und erreichte eine Erdumlaufbahn.

    Es ist geplant, dass Selene die Erde zweimal umkreisen und sich 20 Tage nach dem Start dem Mond annähern wird. Die Mondumlaufbahn, die über dem Nord- und Südpol verlaufen wird, wird die Sonde Ende Oktober erreichen.

    Zusammen mit der Raumsonde wurden zwei Hilfs-Kleinsatelliten zum Mond gestartet.

    Die Satelliten sollen sich im Laufe des Jahres auf einer Mondumlaufbahn in einer Höhe von 100 Kilometern befinden und wissenschaftliche Angaben zur Erde übertragen, wonach sie auf die Mondfläche niederfallen werden.

    Das Hauptziel des Starts besteht darin, Herkunft und Geschichte der Herausbildung des Mondes zu erforschen. Unter anderem sollen die an der Sonde installierten Sensoren es ermöglichen, verschiedenartige Strahlungen zu analysieren, die von der Mondfläche ausgehen.

    Anhand der gewonnenen Angaben wird man über die chemische Zusammensetzung des Mondgesteins und darüber sprechen können, ob es nutzbare Mineralien und Gesteine auf diesem Planeten gibt. Solche wie Uran, Eisen, Aluminium und Kohle.

    Außerdem ist geplant, das Relief der oberen und unteren Schichten der Mondfläche durch das Funkmessabtasten in einer Tiefe von bis zu fünf Kilometern mit Hilfe von Spezialantennen gründlich zu erforschen.

    Die Wissenschaftler hoffen, durch einen Vergleich der gewonnenen Informationen die Hypothese zu überprüfen, dass in der Vergangenheit heißes Magma die Mondfläche bedeckt hat. Das wird helfen, die Herkunft dieses Himmelskörpers zu enträtseln.

    Außerdem soll die Raumsonde die Mondfläche mit zwei Kameras zum Erstellen einer genauen dreidimensionalen Karte fotografieren, auf der Objekte mit einer Größe von bis zu zehn Metern eingezeichnet werden.

    China, Indien und die USA wollen in nächster Zukunft ebenfalls Sonden zum Mond starten.

    Selene ist nicht der erste Weltraumapparat, den die japanischen Wissenschaftler zum Mond schicken. Der Erste war die kleine Sonde Hagoromo, die 1990 gestartet wurde. Aber das Ziel dieses Starts war nicht die Mondforschung, sondern ein Testlauf der Einsteuerung der Sonde in eine Mondumlaufbahn und deren Korrektur.

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