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    Vogelgrippe breitet sich weiter aus - russischer Experte

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    MOSKAU, 05. März (RIA Novosti). Die Gefahr der weltweiten Ausbreitung der Vogelgrippe nimmt immer mehr zu. Das sagte der Chef der Veterinärabteilung der staatlichen Veterinär- und Phytohygieneaufsicht (Rosselchosnadsor), Nikolai Wlassow, in einer Pressekonferenz bei RIA Novosti am Mittwoch.

    Der Experte führte diesen Umstand darauf zurück, dass die Bekämpfung der Infektion, vor allem in Indonesien und Ägypten, äußerst schlecht organisiert sei. Das Virus sei nicht nur bei Wildvögeln ständig vertreten, sondern es zirkuliere bei Hausgeflügel innerhalb von engeren Regionen, was eine divergente Evolution des Virus fördere, sagte Wlassow.

    Der Experte merkte gleichzeitig an, es gebe keinen Grund zur Panik in Russland, wo die notwendigen Bedingungen für den Grippeschutz, darunter auch ein staatlicher Plan zur Grippebekämpfung und ein zuständiger staatlicher Stab, bestünden. Laut Wlassow wird die Arbeit auf zwei Ebenen - zur Krankheitserkennung und zum Veterinärschutz - geführt.

    Das Hauptziel besteht darin, Kontakte zwischen erkrankten Vögeln und Menschen und dadurch die Entwicklung von mutierten Viren zu verhindern.

    „Bricht das Virus auf russischem Territorium aus, werden wir nur wenige Tage für die Abwehr haben, denn das Virus kann sich schnell ausbreiten und Millionen Opfer fordern“, sagte Wlassow.

    Die Vogelgrippe stellt ein Gesundheitsrisiko für Menschen dar, denn sie kann bei engen Kontakten vom Hausgeflügel auf den Menschen übertragen werden. Nach Angaben der Welthandelsorganisation sind im Zeitraum von Februar 2003 bis 15. Februar 2008 von den 361 weltweit nachgewiesenen Ansteckungen mit Vogelgrippe 227 Fälle tödlich ausgegangen.