21:11 13 Dezember 2018
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    ISS-Besatzung 40 Minuten nach Landung von Rettungskräften geborgen

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    STERNENSTÄDTCHEN (Gebiet Moskau), 21. April (RIA Novosti). Mitarbeiter der Rettungsdienste haben die 16. Besatzung der Internationalen Raumstation (ISS) am Samstag erst 40 Minuten nach deren Landung, die "nach einer Reservevariante" erfolgt ist, in Kasachstan geborgen.

    Das teilte der russische Kosmonaut Juri Malentschenko, der neben der US-Astronautin Peggy Whitson und der südkoreanischen Raumfliegerin Yi So Yeon zur 16. ISS-Crew gehörte, am Montag auf einer Pressekonferenz im Sternenstädtchen bei Moskau mit.

    Die russische Raumkapsel Sojus, die am vergangenen Samstag die 16. ISS-Besatzung zur Erde zurück gebracht hat, hat nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde bei ihrem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre automatisch einen ballistischen Landekurs eingeschlagen, was eine harte Landung zur Folge hatte.

    Die "Sojus" war am Samstag etwa 420 Kilometer vom berechneten Zielpunkt entfernt und etwa 20 Minuten später als geplant gelandet. Die drei Kosmonauten an Bord blieben unversehrt.

    "Da wir nicht auf dem geplanten Landeplatz gelandet waren, konnten die Rettungskräfte erst 40 Minuten später kommen", sagte Malentschenko. Wie er mitteilte, waren es einfache kasachische Ortseinwohner, die die Kosmonauten als erste entdeckten.

    "Wir verließen selbstständig die Landekapsel, wonach ich bemerkte, dass Ortseinwohner mit PKWs auf uns zu fuhren. Das waren an die 15 Menschen", erzählte der russische Kosmonaut. "Sie verstanden zunächst nicht, was für Menschen wir sind und woher wir gekommen waren. Sie halfen uns, die Nachrichtenmittel aus der Landekapsel zu holen: den GPS-Navigator und das Satellitentelefon. Das war schwer, weil die Kapsel umgekippt war", sagte er.

    Die Rettungsleute brachten die Kosmonauten mit Hubschraubern zum Weltraumbahnhof Baikonur, von wo aus sie dann zum Sternenstädtchen bei Moskau flogen.

    Der ballistische Abstieg, bei dem die Besatzung deutlich schwereren Belastungen als im Normalfall ausgesetzt wurde, hatte sich automatisch eingeschaltet.

    Nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörden handelt es sich nicht um eine Notlandung, sondern um eine Reservevariante, bei der die Raumkapsel nicht von der Besatzung gesteuert wird, sondern automatisch landet.

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