00:35 18 November 2018
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    Gesellschaft und Familie beeinflussen sexuelle Orientierung des Menschen nicht

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    MOSKAU, 17. Juni (RIA Novosti). Gesellschaftliche Faktoren und die Familie haben faktisch keinen Einfluss auf die sexuelle Orientierung eines Menschen. Diese wird fast gänzlich genetisch und durch persönliche Erfahrungen bestimmt.

    Das stellen Wissenschaftler der schwedischen Medizinuniversität Karolinska Institutet fest.

    In einem in der Zeitschrift "Archives of Sexual Behavior" veröffentlichten Beitrag führen die Experten die Ergebnisse von Umfragen unter allen in Schweden lebenden Zwillingen im Alter von 20 bis 47 Jahren an. Insgesamt gaben 7600 Menschen Auskunft über ihren Gesundheitszustand, ihre Lebensumstände und ihre sexuelle Orientierung. Der Umfrage zufolge hatten sieben Prozent von ihnen homosexuelle Beziehungen.

    Gesellschaftliche und familiäre Umstände gaben bei keinem der befragten männlichen Zwillinge (jedoch bei 17 Prozent der Fälle der interviewten Frauen) eine Erklärung für deren sexuelle Orientierung.

    Die genetische Veranlagung erklärte bei 18 Prozent der Frauen und 39 Prozent der Männer ihre sexuellen Vorlieben.

    Ganze 61 bis 66 Prozent der Fälle konnten durch persönliche Erfahrungen erklärt werden.

    "Die Ergebnisse (der Umfrage) zeugen davon, dass familiäre und soziale Faktoren unser sexuelles Verhalten viel weniger beeinflussen als bislang angenommen wurde. Genetische Faktoren sowie persönliche biologische und soziale Umstände spielen eine viel größere Rolle", äußerte Niklas Laangstroem, Mitverfasser der Studie.

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