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    Wurmbefall erhöht AIDS-Anfälligkeit - US-Studie

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    MOSKAU, 23. Juli (RIA Novosti). Der Befall mit Schistosomen oder Pärchenegeln und anderen derartige Saugwürmern macht Menschen anfälliger gegen das HI-Virus. Davon zeugen die Ergebnisse einer Forschung, die am Mittwoch in der Zeitschrift „PLoS Nelected Tropical Diseases“ (http://dx.doi.org/10.1371/journal.pntd.0000265) veröffentlicht wurden.

    Die Verfasser - Mitarbeiter des US-Regierungszentrums für Prophylaxe und Krankheitskontrolle (Atlanta), des Institutes für Krebsforschung Dana-Farber und der Medizinischen Schule Harward (Boston) - haben herausgefunden, dass nur ein 17-tel der für das Infizieren von Rhesusmakaken notwendigen Dosis von HIV-artigen Viren ausreicht, um Tiere anzustecken, die an akuter Schistosomose leiden.

    Schistosomen - flache Blutsaugwürmer - gelangen mit verseuchtem Wasser in den Menschenkörper. Diese Infektion ist in den Entwicklungsländern von Afrika und Südamerika verbreitet, wo rund 200 Millionen Menschen davon betroffen sind.

    Bei den Experimenten der US-Forscher an mit Schistosomen (Schistosoma mansoni) infizierten Makaken war eine höhere Konzentration von Virusteilchen in den Zellen zu beobachten. Das ist ein Merkmal für eine schnellere Entwicklung von AIDS.

    Diese Angaben stimmen mit der Hypothese überein, dass die Einwohner der Regionen, wo Wurmparasiten weit verbreitet sind, empfindlicher gegen das HI-Virus sind.

    Wie die früheren Forschungen dieses und anderer Forscherteams gezeigt hatten, erfolgt die Vermehrung des HI-Virus bei infizierten Tieren und Menschen durch den Schistosomenbefall schneller.

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