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    China schickt Satellit für Fernsondierung ins All

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    PEKING, 1. Dezember (RIA Novosti). China hat am Montag einen Satelliten für die Fernsondierung der Erde gestartet, der für das Monitoring von Naturkatastrophen und des Bodenzustandes bestimmt ist, meldet die Nachrichtenagentur Xinhua.

    Der Start ist vom Kosmodrom Jiujuan erfolgt, der an der Grenze der Provinz Gansu und des Autonomen Gebietes Innere Mongolei liegt.

    Den ersten Satelliten zum Monitoring von Naturkatastrophen hatte China im September dieses Jahres auf eine Umlaufbahn gebracht.

    Zurzeit baut China auch sein globales Navigationssystem Baidou aus, dem gegenwärtig fünf unbemannte Weltraumapparate angehören. Drei davon befinden sich bereits seit Mai 2003 auf Erdumlaufbahnen. Die anderen beiden wurden im Februar und April 2007 gestartet.

    Noch in diesem Jahr sollen weitere Satelliten folgen, eine genaue Zahl ist jedoch bisher nicht verlautet.

    Wissenschaftler äußern die Auffassung, dass das Baidou-System auf einer Stufe mit dem US-amerikansichen GPS-Netz und dem russischen GLONASS-System stehen wird.

    Das chinesische Programm für die Weltraumerschließung war am 8. Oktober 1956 in die Wege geleitet worden, als in China die fünfte Akademie des Verteidigungsministeriums gegründet worden war, die sich mit Raketenentwicklungen befasst.

    1964 schickte China eine Rakete mit zwei Mäusen an Bord ins All. Im April 1970 wurde der erste chinesische künstliche Erdsatellit Dongfanghung-1 in eine Umlaufbahn gebracht.

    Am 15. Oktober 2003 startete China den ersten bemannten Weltraumapparat Shenzhou-5.

    2005 unternahmen zwei chinesische Kosmonauten, Fei Zunlung und Nie Haisheng, einen fünftägigen Rekordflug für China mit dem Raumschiff Shenzhou-6.

    China will bis 2020 auf einer Erdumlaufbahn eine eigene Raumstation bauen und ein Weltraumlaboratorium einrichten.

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