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    Russischer Forschungssatellit Koronas-Photon erreicht berechnete Umlaufbahn

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    MOSKAU, 30. Januar (RIA Novosti). Der am Freitag vom Raumbahnhof Plessezk 800 Kilometer von Moskau mit einer Trägerrakete Zyklon-3 gestartete Forschungssatellit Koronas-Photon hat seine berechnete Umlaufbahn erreicht.

    Das teilte ein Vertreter des Flugleitzentrums in Koroljow bei Moskau mit. "Ein technischer Fehler im Tanksystem der zweiten Raketenstufe wurde am Vortag rechtzeitig entdeckt, wodurch der Start um einen Tag verschoben werden musste", sagte er.

    Das Forschungslaboratorium Koronas-Photon wird die Gamma-Strahlung der Sonneneruptionen bis zu Energien von 2000 MeV erstmals systematisch erforschen und Neutronen mit Geräten mit einer großen effektiven Fläche registrieren.

    Die Messung der Linearpolarisation der Strahlung eröffnet eine neue Quelle für die Gewinnung von Informationen über die Mechanismen der Beschleunigung und der Übertragung von Elektronen im Eruptionsgebiet. Die Durchführung des Experiments durch Koronas-Photon soll es ermöglichen, Charakteristika der Hochenergiestrahlung detailliert zu erforschen, die für einige Sonneneruptionen vom russischen Satelliten Gamma-1 und von den amerikanischen Raumapparaten SMM und GRO COMPTON registriert wurden.

    Das Weltraumobservatorium TESIS an Bord von Koronas-Photon soll zum ersten Mal die gleichzeitige Erforschung der Struktur und der Dynamik der Sonnenkorona sowie der Übergangsschicht der Sonnenatmosphäre in einen Temperaturbereich von 50 000 bis 20 Millionen Grad sichern.

    Insgesamt sollen die TESIS-Teleskope über eine Million neue Sonnenbilder im Röntgen- und Ultraviolettbereich des Spektrums liefern. Damit soll das 24-Stunden-Monitoring der Sonnenaktivität (der Sonneneruptionen, des Ausstoßes der Koronamasse und anderer Erscheinungen in der Sonnenatmosphäre) während der Wachstumsphase und des Maximus des neuen, 24. Zyklus der Sonnenaktivität gewährleistet werden.

    An Bord von Koronas-Photon sollen erstmals bei den Sonnenforschungen neue Typen von Szintillatoren (YA103) angewendet werden, die es ermöglichen, die Schnellwirkung von Geräten auf Bruchteile einer Mikrosekunde zu bringen und die Zuverlässigkeit der Informationen zu erhöhen. Die Angaben über die Ultraviolettstrahlung sollen eine Genauigkeit von nicht unter 10 Prozent haben. Das ist für die Simulation von Prozessen in der oberen Atmosphäre besonders wichtig.

    Die gemeinsamen Angaben der Projekte Koronas-Photon, GRO COMPTON, SOHO, ULYSSES, WIND, RHESSI und Hinode sollen es ermöglichen, bei der Einsicht in diejenigen Prozesse in der Sonnenatmosphäre wesentlich voranzukommen , die zu Sonneneruptionen und zum Ausstoßen von Koronamasse führen.

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