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    Shuttle-Starts ermöglichen Rückschlüsse auf Tunguska-Rätsel

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    101 Jahr nach dem Tunguska-Ereignis, bei dem ein mysteriöser Himmelskörper über Sibirien explodiert ist, analysieren US-Forscher nun neue Hinweise auf dessen Ursprung.

    MOSKAU, 25. Juni (RIA Novosti). 101 Jahr nach dem Tunguska-Ereignis, bei dem ein mysteriöser Himmelskörper über Sibirien explodiert ist, analysieren US-Forscher nun neue Hinweise auf dessen Ursprung.

    „Das ist fast wie die Aufdeckung eines vor hundert Jahren begangenen Mordes. Die Hinweise darauf, dass ein Komet 1908 auf die Erde gerast ist, sind sehr stark“, sagte Michael Kelley von der Cornell University.

    In einem Beitrag für die „Geophysical Research Letters“ stellen seine Forschungskollegen fest, dass nach Shuttle-Starts mehrmals so genannte leuchtende Nachtwolken zu beobachten waren.

    Diese Wolken bestehen aus Eiskristallen, die in großer Höhe entstehen. Bei jedem Start einer Raumfähre geraten rund 300 Tonnen Wasserdampf in die oberen Schichten der Atmosphäre. Wenn dieser Dampf in polarnahe Gebiete gelangt, entstehen dort leuchtende Nachtwolken.

    Leuchtende Nachtwolken waren aber auch in der Nacht nach dem Tunguska-Ereignis zu sehen. Die dafür erforderliche Wassermenge konnte nach der Explosion eines aus Eis bestehenden Kometenkerns freigesetzt werden, schreiben die Forscher.

    Fotostrecke: Tunguska-Katastrophe: Das Rätsel des Jahrhunderts

    Die Tunguska-Katastrophe hatte sich am 30. Juni 1908 ereignet. Ein Himmelkörper explodierte damals in einer Höhe von 7000 Metern über einem unbesiedelten Taigagebiet an den Flüssen Nischnaja Tunguska und Podkamennaja Tunguska. Die Explosionsstärke entsprach Hunderten Hiroshima-Bomben. Die Druckwelle lief um den ganzen Erdball und wurde von vielen seismischen Stationen registriert. Die Bäume auf einer Fläche von 2000 Quadratkilometern wurden gefällt, es entstand ein gigantischer Brand. Was damals über Sibirien explodierte, ist bis heute nicht geklärt.

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