18:59 18 Januar 2018
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    Eisschmelze in Arktis schneller als erwartet

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    BRÜSSEL, 02. September (RIA Novosti). Überschwemmungen durch die Eisschmelze in der Arktis bedrohen fast ein Viertel der Bevölkerung unseres Planeten bis zum Jahr 2100.

    Das geht aus einem Kommuniqué des Weltfonds für Naturschutz (WWF) hervor, das am Mittwoch der Agentur RIA Novosti zugegangen ist.

    WWF-Experten hatten eine umfassende Studie durchgeführt, deren Ergebnisse im Bericht "Der Einfluss des Arktis-Klimas: globale Folgen" dargelegt sind. Demnach gehe die Klimaerwärmung in der Arktis viel schneller vor sich, als in den anderen Regionen der Erde. Die Gletscher schmelzen immer schneller, weswegen der Meeresspiegel weiter ansteigt und Überschwemmungen auslöst.

    Bis Ende des 21. Jahrhunderts soll der Pegel der Ozeane nach Expertenschätzungen um mehr als einen Meter steigen und somit mehr als das Doppelte des wissenschaftlich prognostizierten Wertes erreichen.

    Infolge dessen ändern sich die Klimawerte, darunter in Nordamerika und in Kontinentaleuropa. Dadurch werden unvermeidlich Probleme mit der einheimischen Pflanzen- und Tierwelt, mit der Landwirtschaft und mit der Wasserversorgung entstehen.

    "Wir könnten diese infernale Spirale der gefährlichen klimatischen Reaktionen erst stoppen, wenn wir die Emissionen von Treibhausgasen drastisch reduzieren werden und wenn es uns gelingt, die globale Klimaerwärmung um unter zwei Grad Celsius zurückzuhalten", zitiert das Dokument den WWF-Vorsitzenden Patrick Hofstetter.

    Der WWF-Chef gelangt zu dem Schluss, dass die Industrienationen die Kohlensäuregas-Auswürfe bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent reduzieren müssen.

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