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    Keine Angst vorm schwarzen Loch: Collider-Energie reicht dafür nicht aus

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    US-amerikanische und kanadische Wissenschaftler haben erstmals bewiesen, dass beim Zusammenstoß von Elementarteilchen tatsächlich schwarze Löcher entstehen können, was die Gegner des Large Hadron Colliders (LHC) befürchten.

    MOSKAU, 25. Januar (RIA Novosti). US-amerikanische und kanadische Wissenschaftler haben erstmals bewiesen, dass beim Zusammenstoß von Elementarteilchen tatsächlich schwarze Löcher entstehen können, was die Gegner des Large Hadron Colliders (LHC) befürchten.

    Das schreibt die Web-Zeitschrift ScienceNOW.

    Die Forscher sind jedoch zu dem Schluss gelangt, dass die vom Teilchenbeschleuniger erzeugte Energie für die Bildung schwarzer Löcher allzu gering sei.

    Die Hypothese über eine mögliche Entstehung von schwarzen Löchern in der bei Genf befindlichen Urknall-Anlage hatte Anlass zu Beschwerden bei der UNO und zu Gerichtsklagen gegeben, die zum Ziel hatten, den Start des Colliders zu verhindern.

    Nach Ansicht der LHC-Gegner könnten schwarze Löcher, die sich bei Protonenkollisionen bilden, unseren Planeten verschlingen.

    Nach Ansicht der Forscher beruhe die "Hypothese vom schwarzen Loch" auf recht exotischen Annahmen. Selbst wenn sich diese Hypothese bewahrheiten sollte, würden solche schwarzen Löcher verdunsten, eher sie sich der Beschleunigerwand genähert haben.

    Niemand hat bis jetzt beweisen können, dass beim Zusammenstoß von Teilchen schwarze Löcher im Sinne der allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein entstehen können.

    Laut den Forschern kann sich ein schwarzes Loch nur bilden, wenn eine sehr große Masse in einem sehr geringen Raum konzentriert ist, was denn auch beim Kollaps massiver Sterne vor sicht geht.

    Metthew Choptuik von der Universität von Britisch-Kolumbien (Kanada) und Frans Pretorius von der Universität Princeton (USA) haben unter anderem Teilchenkollisionen unter Computereinsatz modelliert und sind zu der Erkenntnis gelangt, dass ein schwarzes Loch sich erst bildet, wenn zwei Teilchen mit einer Gesamtenergie kollidieren, die etwa einem Drittel der Planck-Energie von 1,2 x 10^19 GeV entspricht.

    Choptuik zufolge bedeutet dies nicht, dass schwarze Löcher beim Zusammenstoß von Teilchen im Large Hadron Collider entstehen könnten. Nach Auffassung der beiden Physiker würden schwarze Löcher, wenn solche überhaupt entstehen sollten, ohne Schaden für die Umwelt in "gewöhnliche" Teilchen zerfallen.

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