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    Erdbeben in Chile verkürzte irdische Tageslänge

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    Erdbeben vor Chile (22)
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    Das Erdbeben vom Samstag in Chile hat die Tageslänge auf der Erde verkürzt und die Erdachse etwas verschoben, behaupten Mitarbeiter des NASA-Labors für reaktive Bewegung.

    MOSKAU, 02. März (RIA Novosti). Das Erdbeben vom Samstag in Chile hat die Tageslänge auf der Erde verkürzt und die Erdachse etwas verschoben, behaupten Mitarbeiter des NASA-Labors für reaktive Bewegung.

    Die Erdstöße mit der Stärke 8,8 wurden in der Nacht zum Samstag 115 Kilometer nördlich der Stadt Concepcion, in einer Tiefe von 55 Kilometern registriert. Die Regionen Maule und Bio Bio waren am stärksten betroffen. Nach neusten Angaben sind 723 Todesopfer geborgen worden. 19 Menschen gelten als vermisst, mehr als 500 sind verletzt.

    Der NASA-Forscher Richard Gross und seine Kollegen haben ausgerechnet, dass das Beben die Tageslänge auf der Erde um 1,26 Mikrosekunden verkürzt hat. Zudem hat sich die Erdachse um rund acht Zentimeter verschoben. Das Forscherteam hatte sich der mathematischen Modelle bedient, die zur Ermittlung der Folgen des Erdbebens mit der Stärke 9,1 vom Jahr 2004 auf Sumatra angewendet worden waren. Die damalige Erderschütterung hatte die Tageslänge um 6,8 Mikrosekunden verkürzt und die Erdachse um rund sieben Zentimeter verschoben.

    Laut Gross erklärt sich die schwächere Auswirkung des jüngsten Bebens auf die Erdachse mit seiner verhältnismäßigen Nähe zum Äquator sowie mit dem Umstand, dass der Herd des Bebens in einer geringeren Tiefe gelegen hatte.

    Die Wissenschaftler heben hervor, dass ihre Berechnungen anhand weiterer Angaben über das Erdbeben in Chile präzisiert werden können.

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