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    Asiatischer Monsun trägt Schadstoffe aus Schwellenländern rund um die Welt

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    Der asiatische Monsun trägt Schadstoffe aus den Schwellenländern in die Stratosphäre, wo sie jahrelang zierkulieren und sich allmählich in unterschiedlichen Ecken unseres Planeten absetzen.

    MOSKAU, 26. März (RIA Novosti). Der asiatische Monsun trägt Schadstoffe aus den Schwellenländern in die Stratosphäre, wo sie jahrelang zierkulieren und sich allmählich in unterschiedlichen Ecken unseres Planeten absetzen.

    Das haben die US-Wissenschaftler um William Randel vom National Center for Atmospheric Research entdeckt, berichtet das Wissenschaftsmagazin Science am Freitag.

    Die Industrie Chinas, Indiens und anderer Länder der Region wächst immer weiter. Das kann den Ausstoß von Schadstoffen wie zum Beispiel Ruß, Sulfate, Stickoxide in den nächsten fünf Jahren weltweit deutlich steigern.

    Die US-Forscher verfolgten den Weg des Spurengases Blausäure (Cyanwasserstoff) in der Atmosphäre, das unter anderem bei der Verbrennung von Vegetation entsteht. Dafür analysierten sie Satellitenaufzeichnungen aus den Jahren zwischen 2004 und 2009, die zeigten, dass sich die Balusäurekonzentration in Monsunregionen jeden Sommer erhöht, gerade wenn der Monsun aktiv ist.

    Wissenschaftler haben auch festgestellt, dass diese Schadstoffe nicht nur in die unteren Luftschichten der Atmosphäre, sondern auch in die Stratosphäre geraten. Blausäure, Ruß, Schwefeldioxid oder Stickoxide bewegen sich frei in der Höhe von etwa 35 Kilometern über die Tropen und verteilen sich über die ganze Welt.

    "Der Monsun ist eines der massivsten Luftzirkulationssysteme auf der Erde, der sich gerade über den am heftigsten verschmutzen Regionen bildet. Erstmals konnten wir zeigen, wie diese Ausstöße völlig unauffällig für uns die Luftqualität weltweit ändern", so Randel.

     

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