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    Russland und IAEO wollen Garantievorrat an niedrig angereichertem Uran anlegen

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    Russland und die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) werden am 29. März in deren Hauptquartier in Wien ein Abkommen über das Anlegen eines Garantievorrates an niedrig angereichertem Uran auf dem russischen Territorium unterzeichnen.

    MOSKAU, 26. März (RIA Novosti). Russland und die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) werden am 29. März in deren Hauptquartier in Wien ein Abkommen über das Anlegen eines Garantievorrates an niedrig angereichertem Uran auf dem russischen Territorium unterzeichnen.

    Das teilte der Pressedienst der Russischen Atomenergiebehörde Rosatom mit.

    „Die Bevorratung ist ein Schlüsselmoment der russischen Initiative zum garantierten Erbringen von Leistungen des nuklearen Brennstoffzyklus. Diese Initiative sieht den Aufbau eines Systems von internationalen Zentren für das Erbringen von Leistungen des Brennstoffzyklus vor und hat das Ziel, für alle interessierten Staaten den gleichen Zugang zur Atomenergie bei der Einhaltung der Forderungen des Regimes der Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen zu sichern“, heißt es in der Mitteilung.

    Das Abkommen werden Rosatom-Chef Sergej Kirijenko und IAEO-Generaldirektor Yukiya Amano unterzeichnen.

    Als praktische Entwicklung dieser russischen Initiative war 2007 ein Internationales Zentrum für Urananreicherung auf der Basis des Anreicherungswerkes in Angarsk (Gebiet Irkutsk, Sibirien) eingerichtet worden.

    Die russische Regierung schlug vor, einen Garantievorrat an niedrig angereichertem Uran UF6 in einer Menge von 120 Tonnen mit einem Anreicherungsgrad von zwei bis 4,95 Prozent anzulegen. Dieser Vorrat soll gegen IAEO-Garantien im Internationalen Zentrum gelagert werden, und zwar für die Nutzung durch die IAEO-Mitgliedsländer, die Störungen bei Lieferungen von niedrig angereichertem Uran haben.

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